ams-OSRAM treibt den Konzernumbau mit Nachdruck voran. Nach mehreren Verkäufen von Randaktivitäten richtet das Unternehmen den Fokus klar auf das Halbleiter-Kernportfolio sowie optische Zukunftsmärkte aus. An den Finanzmärkten spiegelt sich die Zuversicht über die Neuausrichtung wider: Die Aktie notiert bei 17,55 Euro und weist seit Jahresanfang ein Kursplus von 108 Prozent auf.
Bereinigung des Portfolios und Mittelzuflüsse
Entscheidend für den Wandel ist die Bereinigung nicht mehr zum Kerngeschäft zählender Sparten. Am 1. Juli schloss ams-OSRAM den Verkauf des Geschäfts mit nicht-optischen Analog- und Mixed-Signal-Sensoren an Infineon für 570 Millionen Euro in bar ab. Darüber hinaus unterzeichnete das Unternehmen Anfang Mai die Vereinbarung über die Veräußerung der CMOS-Bildsensorsparte an Indie Semiconductors.
Die Erlöse aus den Desinvestitionen verschaffen dem Halbleiterhersteller den notwendigen Spielraum für den Abbau von Verbindlichkeiten. Parallel zur Platzierung vorrangiger Schuldverschreibungen über 700 Millionen Euro am 18. Mai sicherte sich das Unternehmen eine Verlängerung seiner revolvierenden Kreditlinie im Volumen von 600 Millionen Euro bis September 2028.
Wachstumsimpulse im Halbleiterbereich
Operativ zahlen sich die strategischen Weichenstellungen bereits aus. Im zweiten Quartal wuchs das Halbleiter-Kernportfolio im Jahresvergleich um 13 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Noch deutlicher fällt der Zuspruch bei Neugeschäften aus: Allein im zweiten Quartal sicherte sich ams-OSRAM Halbleiter-Aufträge über 1,6 Milliarden Euro, womit im gesamten ersten Halbjahr ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro erreicht wurde.
Zukünftiges Wachstum soll über technologische Innovationen abgesichert werden. Dazu zählen Meilensteine bei der Produktionsreife von Displaylösungen auf Basis von Micro-LED-Arrays für Datenbrillen sowie Fortschritte im Bereich AI Photonics. Gleichzeitig bedient der Konzern weiterhin den Automobilsektor: Am 7. September präsentierte ams-OSRAM auf der Fachmesse Automechanika Frankfurt neue LED-Nachrüstlampen der Modellreihe Night Breaker.
Finanzieller Fahrplan bis 2027
Nach Vorlage der Quartalszahlen vor rund zwei Wochen blickt die Unternehmensführung verhalten optimistisch auf die nähere Zukunft. Für das dritte Quartal stellt ams-OSRAM Erlöse zwischen 770 und 870 Millionen Euro in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 16 Prozent liegen.
Die Jahresprognose behält Gültigkeit, auch wenn die Verkäufe von Unternehmensteilen das Gesamtvolumen leicht schmälern. Die strategische Marschrichtung zielt dabei vor allem auf eine nachhaltige Trendwende in der Bilanz: Für das Geschäftsjahr 2027 strebt ams-OSRAM die Rückkehr zu einem positiven freien Cashflow an.
ams-OSRAM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ams-OSRAM-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:
Die neusten ams-OSRAM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ams-OSRAM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ams-OSRAM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

