ams-OSRAM hat den Börsenwert in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt. Nun legt JPMorgan nach. Die US-Bank hob ihr Kursziel am Mittwoch auf 24,40 CHF an und bekräftigt ihre Kaufempfehlung. Dahinter steckt das wachsende Vertrauen in den laufenden Konzernumbau.

Der 570-Millionen-Deal

Der geplante Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon rückt näher. Das Bundeskartellamt prüft die Transaktion derzeit. Die Behörde will noch in diesem Quartal entscheiden. Der Deal hat ein Volumen von rund 570 Millionen Euro.

Die Folge: Der Verschuldungsgrad könnte deutlich sinken. Analysten rechnen mit einem Rückgang von 3,3 auf etwa 2,5. Das Unternehmen optimiert parallel dazu seine Finanzierungsstruktur. Neue Anleihen mit niedrigeren Zinsen drücken die Kosten bis 2028 massiv.

KI-Fantasie und Cashflow-Wende

Operativ zeigt die Kurve nach oben. Im ersten Quartal erzielte ams-OSRAM einen Umsatz von 796 Millionen Euro. Die bereinigte Marge erreichte mit 16,5 Prozent das obere Ende der Prognose. Besonders wichtig: Der freie Cashflow drehte mit 37 Millionen Euro ins Plus.

Das Management richtet den Blick nun auf Künstliche Intelligenz. Eine neue Partnerschaft im Bereich „AI Photonics“ soll optische Verbindungen für Rechenzentren entwickeln. Diese Technik ermöglicht schnellere Datenwege zwischen Servern. Langfristig sollen Chips so direkt miteinander kommunizieren.

Der Konzern peilt für 2027 einen nachhaltig positiven Barmittelfluss an. Die Kombination aus Schuldenabbau und dem Fokus auf Wachstumsmärkte treibt die Neubewertung voran. Ein Erfolg beim Kartellamt markiert den nächsten großen Meilenstein.