570 Millionen Euro von Infineon, 114 Millionen von Ushio — ams OSRAM verkauft Teile seines Portfolios mit Tempo. Der Halbleiterhersteller nähert sich einem zentralen Wendepunkt seiner Sanierung.
Zwei Deals, eine Richtung
Das Herzstück der aktuellen Transaktion ist der Verkauf des nicht-optischen Analog- und Mixed-Signal-Sensorgeschäfts an Infineon Technologies. Der Deal ist als Asset-Übertragung strukturiert: Sensorprodukte, geistiges Eigentum sowie F&E-Kapazitäten wechseln den Besitzer — Fertigungsstätten bleiben außen vor. Rund 230 Mitarbeitende, überwiegend aus Forschung und Entwicklung, wechseln zur Infineon-Einheit SURF. Der Abschluss steht noch unter Genehmigungsvorbehalt, wird aber für das laufende Quartal erwartet.
Bereits vollzogen ist der Verkauf des Entertainment- und Industrielampengeschäfts an den japanischen Anbieter Ushio für 114 Millionen Euro, inklusive Produktionsstätten in Berlin und rund 500 Beschäftigten.
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Zusammen drücken beide Transaktionen die Pro-forma-Verschuldungsquote von 3,3 auf 2,5. Gelingt zusätzlich eine Lösung beim Kulim Sale-and-Lease-Back, soll die Quote unter das angestrebte Zielniveau von 2,0 fallen.
Umbau mit Tiefenwirkung
Parallel zur Portfoliobereinigung läuft das Restrukturierungsprogramm „Simplify“. Bis 2028 sollen die jährlichen Kosten um 200 Millionen Euro sinken — auf Kosten von weltweit rund 2.000 Arbeitsplätzen, etwa hälftig verteilt auf Europa und Asien.
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Strategisch konzentriert sich ams OSRAM künftig auf „Digital Photonics“: die Verbindung optischer Halbleiter mit intelligenter Elektronik. Anwendungsfelder sieht das Management in der Automobilindustrie, bei Augmented-Reality-Brillen, in der Biosensorik, der Robotik sowie bei optischen Datenverbindungen für KI-Rechenzentren. Die Fabrik in Unterpremstätten bleibt dabei im Konzern und soll künftig auch als Foundry für Infineon-Produkte dienen.
Operativ zeigt die Transformation erste Wirkung: Der Nettoverlust sank 2025 auf 130 Millionen Euro — nach 786 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz lag bei 3,3 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet das Management nach den Verkäufen mit einem moderaten Umsatzrückgang; die bereinigte EBITDA-Marge soll im ersten Quartal zwischen 13,5 und 16,5 Prozent liegen.
Am 7. Mai legt ams OSRAM die Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, wie stark das Übergangsjahr auf Marge und Umsatz drückt — und ob der Infineon-Abschluss den Entschuldungsplan wie geplant beschleunigt. Bis 2030 peilt das Management eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 25 Prozent an.
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