Der Halbleiterhersteller hat das vierte Quartal 2025 mit einer Überraschung abgeschlossen – und kündigt nun ein weiteres Sparprogramm an. Was bedeutet das für die Aktie?
Ams Osram hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz lag bei 874 Millionen Euro, während Analysten nur 850 Millionen Euro auf dem Zettel hatten. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 18,4 Prozent – deutlich über der prognostizierten Marke von 17,0 Prozent. Das Halbleiter-Kernportfolio wuchs im Jahresvergleich um 8 Prozent bei konstanten Wechselkursen.
Besonders erfreulich: Der Free Cash Flow summierte sich im Gesamtjahr 2025 auf 144 Millionen Euro. Das Sparprogramm „Re-establish the Base“ brachte bereits realisierte Einsparungen von rund 220 Millionen Euro – ein Jahr früher als ursprünglich geplant.
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Nächste Sparrunde startet
Doch damit nicht genug. Ams Osram legt mit dem Transformationsprogramm „Simplify“ nach. Bis 2028 sollen weitere 200 Millionen Euro eingespart werden. Der Preis: Rund 2.000 Mitarbeiter werden ihre Stellen verlieren. CEO Aldo Kamper erklärt, das vergangene Jahr habe einen wichtigen Schritt in Richtung Marktführerschaft bei „Digital Photonics“ markiert.
Parallel dazu krempelt das Unternehmen sein Portfolio um. Die Specialty-Lamps-Sparte wandert zu Ushio Inc., das nicht-optische Sensorgeschäft geht für 570 Millionen Euro in bar an Infineon. Zusätzlich kauft Ams Osram eigene Wandelanleihen im Wert von 200 Millionen Euro zurück. Diese Maßnahmen haben die Pro-forma-Verschuldung auf das 2,5-fache des EBITDA gedrückt.
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Ausblick mit Dämpfer
Für das erste Quartal 2026 rechnet Ams Osram mit Erlösen von 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 15 Prozent. Das liegt unter den Analystenschätzungen von 791 Millionen Euro und 16,6 Prozent. Verantwortlich macht das Management die typische Saisonalität sowie den Dekonsolidierungseffekt durch den Verkauf der Specialty-Lamps-Sparte.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern einen leichten Umsatzrückgang im Jahresvergleich. Grund sind die Veräußerungen und ein schwächerer Dollar. Beim bereinigten EBITDA belasten Einmaleffekte aus den Verkäufen, gestrandete Kosten und höhere Edelmetallpreise.
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