ams-OSRAM Aktie: Vorläufige Erkenntnisse

Der Halbleiterhersteller ams-OSRAM plant, seine jährlichen Zinslasten bis 2028 zu halbieren. Der Verkauf von Geschäftsbereichen an Infineon und Ushio soll die Schuldenlast reduzieren und die operative Marge stützen.

ams-OSRAM Aktie
Kurz & knapp:
  • Jährliche Finanzierungskosten sollen bis 2028 halbiert werden
  • Verkäufe an Infineon und Ushio bringen 670 Millionen Euro ein
  • Nettoverlust 2025 deutlich auf 130 Millionen Euro gesenkt
  • Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch

Der Sanierungskurs bei ams-OSRAM nimmt weiter Fahrt auf, während ein entscheidendes Datum für die künftige Finanzplanung unmittelbar bevorsteht. Am 30. März öffnet sich ein Zeitfenster, das den Weg für eine massive Reduzierung der Schuldenlast ebnen könnte. Anleger beobachten genau, ob der Konzern die teuren Verbindlichkeiten nun zügig umstrukturiert.

Milliarden-Plan zur Entschuldung

Das Management verfolgt ein klares Ziel: Die jährlichen Finanzierungskosten sollen von derzeit 300 Millionen Euro bis zum Jahr 2028 auf unter 150 Millionen Euro sinken. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro, dessen Abschluss für das zweite Quartal 2026 erwartet wird.

Zusammen mit dem bereits abgeschlossenen Verkauf der Speziallampen-Sparte an den japanischen Ushio-Konzern fließen ams-OSRAM insgesamt rund 670 Millionen Euro zu. Diese Liquidität bildet das Fundament, um das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA langfristig auf einen Wert von unter 2 zu drücken und die Bonität zu stabilisieren.

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Operative Erholung und Marktreaktion

Die operative Entwicklung stützt diesen Prozess. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 konnte der Nettoverlust massiv von 786 Millionen auf 130 Millionen Euro eingedämmt werden, während die bereinigte EBITDA-Marge auf 18,3 % kletterte. Ein Rekordvolumen bei den sogenannten „Design-Wins“ von über 5 Milliarden Euro deutet zudem auf ein hohes Umsatzpotenzial ab dem Jahr 2027 hin.

An der Börse reagierte der Titel zuletzt jedoch verhalten. Am heutigen Freitag notiert die Aktie bei 8,54 CHF, was einem Tagesminus von 3,83 % entspricht. Damit bleibt das Papier weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 12,70 CHF, das im Oktober vergangenen Jahres erreicht wurde.

Trotz der Fortschritte bleibt 2026 ein Übergangsjahr. Der Wegfall verkaufter Geschäftsbereiche wird den Umsatz im ersten Quartal voraussichtlich auf rund 760 Millionen Euro drücken. Ob die Kostensenkungen des Sparprogramms „Simplify“ die prognostizierte Marge von 15 % stützen können, wird sich am 7. Mai zeigen, wenn ams-OSRAM die detaillierten Quartalszahlen vorlegt.

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