ams OSRAM: Anleihe-Rückkauf enttäuscht

Der Halbleiterhersteller ams OSRAM konnte nur etwa 200 Millionen Euro von geplanten 300 Millionen Euro an Wandelanleihen zurückkaufen, was die Schuldenlast höher als geplant belässt.

Ams Osram Aktie
Kurz & knapp:
  • Teilrückkauf erreicht nur zwei Drittel des Ziels
  • 560 Millionen Euro Anleihen verbleiben im Umlauf
  • Rückkaufpreis bei 96 Prozent des Nennwerts
  • Anleihegläubiger halten an ihren Papieren fest

Der Halbleiter- und Sensorhersteller hat am 19. Januar 2026 die Ergebnisse seines Teilrückkaufangebots für Wandelanleihen bekanntgegeben – und die Resonanz fiel deutlich verhaltener aus als erhofft. Von den angestrebten 300 Millionen Euro kamen lediglich knapp 200 Millionen Euro zusammen.

Konkret haben Anleihegläubiger nur 1.999 der ausstehenden Wandelanleihen mit Fälligkeit 2027 zum Rückkauf angeboten. Das entspricht einem Gesamtnennbetrag von 199,9 Millionen Euro – gerade einmal zwei Drittel des anvisierten Volumens. Der Rückkaufpreis wurde im Rahmen eines Dutch-Auction-Verfahrens auf 96 Prozent des Nennwerts festgelegt, also 96.000 Euro je Anleihe.

Schuldenabbau bleibt Baustelle

Die Abwicklung der Transaktion erfolgte am 21. Januar 2026. Nach Vollzug des Rückkaufs verbleiben noch 5.601 Anleihen im Umlauf, was einem Gesamtnennbetrag von 560,1 Millionen Euro entspricht. Die ursprünglich emittierten Wandelanleihen hatten ein Volumen von 760 Millionen Euro.

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Dass nur knapp 200 Millionen Euro zurückgekauft werden konnten, zeigt: Viele Anleihegläubiger halten offenbar an ihren Papieren fest. Möglicherweise spekulieren sie auf eine Wandlung in Aktien zu günstigeren Konditionen oder erwarten eine bessere Kursentwicklung des Unternehmens bis zur Fälligkeit 2027.

Was bedeutet das für Anleger?

Für ams OSRAM bleibt die Schuldenlast damit höher als geplant. Der Versuch, die Bilanz durch vorzeitigen Rückkauf zu entlasten, ist nur teilweise geglückt. Die Wandelanleihen mit der ISIN DE000A283WZ3 werden weiterhin im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Das verhaltene Echo auf das Rückkaufangebot dürfte bei Investoren gemischte Gefühle auslösen. Einerseits zeigt es, dass Anleihegläubiger dem Unternehmen noch Potenzial zutrauen. Andererseits bleibt die Frage offen, wie ams OSRAM seine Verschuldung künftig weiter reduzieren will.

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