Hochgradige Bohrergebnisse, aber ein Kurs im freien Fall. Bei Antimony Resources klaffen Explorationserfolg und Marktreaktion derzeit weit auseinander.

Starke Gehalte aus der Central Zone

Am 25. Juni veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse aus seinem Frühjahrsprogramm am Bald Hill-Projekt in New Brunswick. Aus 24 Grabproben über eine 170-Meter-Strecke der sogenannten Central Zone ermittelten die Geologen einen Durchschnittsgehalt von 4,5 Prozent Antimon. Der Spitzenwert lag bei 20,5 Prozent.

Hinzu kommt eine begleitende Goldmineralisierung. Die Proben ergaben im Schnitt 0,43 Gramm Gold pro Tonne, mit Einzelwerten von bis zu 4,72 Gramm. Die Trenches folgen einem Nordwest-Südost-Streichen und liefern damit erstmals belastbare Daten zur Oberflächenausdehnung der Lagerstätte.

Über 1.000 Meter Streichlänge möglich

Die Central Zone liegt rund 150 Meter südlich der bereits bekannten Main Zone. Geologen des Unternehmens sehen Anzeichen, dass beide Zonen zusammenhängen könnten. Bestätigt sich das, würde die gesamte mineralisierte Streichlänge auf mehr als 1.000 Meter wachsen.

Laufende Bohrungen testen genau diese Kontinuität. Das Programm soll klären, ob die Mineralisierung zwischen den identifizierten Bereichen tatsächlich durchgehend ist.

Kurs bricht trotzdem ein

An deutschen Börsen verlor die Aktie am 25. Juni rund 17 Prozent. Auf Monatssicht beträgt das Minus bereits etwa 30 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro, erreicht im März 2026, ist der Kurs weit entfernt.

Das Missverhältnis ist auffällig. Antimon hat zuletzt strategische Bedeutung gewonnen, nachdem China Exporte unter Genehmigungsvorbehalt gestellt hat. Auf G7-Ebene gilt das Metall als kritischer Rohstoff für industrielle Versorgungssicherheit. Trotzdem quittiert der Markt die positiven Explorationsmeldungen mit Verkäufen.

Antimony Resources will sich als bedeutender nordamerikanischer Produzent des Metalls etablieren. Bis dahin ist der Weg noch weit: Das Unternehmen befindet sich weiterhin in der Explorationsphase. Weitere Ergebnisse aus dem laufenden Bohrprogramm sollen folgen, sobald die Auswertungen abgeschlossen sind.