Antimony Resources Aktie: 40 Prozent Kursverlust im Monatsvergleich

Hohe Antimonfunde bei Bald Hill, doch die Aktie fällt. Fehlende zertifizierte Ressourcenschätzung bremst das Vertrauen der Anleger.

Antimony Resources Aktie
Kurz & knapp:
  • Ausstehende NI 43-101 Ressourcenschätzung belastet
  • Bohrergebnisse zeigen bis zu 26,9% Antimon
  • Aktie verlor über 40 Prozent in einem Monat
  • Nächstes Bohrprogramm mit 19.000 Metern läuft

Das Bald Hill-Projekt in New Brunswick liefert Bohrergebnisse, die sich sehen lassen können. Trotzdem verlor die Aktie in einem Monat mehr als 40 Prozent. Der Grund ist simpel: Ohne zertifizierte Ressourcenschätzung fehlt dem Projekt der finanzielle Anker.

Die entscheidende Schätzung lässt auf sich warten

SRK Consultants aus Toronto arbeitet an der ersten NI 43-101-konformen Mineralressourcenschätzung für Bald Hill. Ursprünglich sollte der Bericht Ende April oder Anfang Mai vorliegen. Das Unternehmen spricht inzwischen nur noch von „laufendem Monat“ — ohne konkretes Datum.

Eine frühere technische Studie hatte ein konzeptionelles Ziel von rund 2,7 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt von drei bis vier Prozent identifiziert. Das ist keine zertifizierte Ressource. Bis SRK eine geprüfte Zahl liefert, bleibt das Projekt für institutionelle Investoren schwer greifbar.

SRK bringt dabei einschlägige Erfahrung mit. Das Büro hat kürzlich eine Ressourcenberechnung für das frühere Beaverbrook-Vorkommen in Neufundland abgeschlossen — ein geologisch vergleichbares Antimonprojekt.

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Starke Bohrergebnisse, schwacher Kurs

Die jüngsten Assays aus Bald Hill zeigen Antimongehalte von bis zu 26,9 Prozent über 15 Meter. Das sind einige der besten Abschnitte, die auf dem Gelände je gemessen wurden. Der Kurs reagierte trotzdem kaum — er fiel in der Woche bis zum 19. Mai um 21 Prozent. An der Frankfurter Börse folgte ein weiteres Minus von 9,2 Prozent auf 0,532 Euro.

Ein Vorbehalt bleibt: Die gemeldeten Längen sind Bohrlängen, keine wahren Mächtigkeiten. Das Unternehmen schätzt die wahren Mächtigkeiten auf 65 bis 70 Prozent der gebohrten Länge — je nach Bohrwinkel. Bestätigt ist das noch nicht.

Der Kursrückgang spiegelt weniger die Bohrergebnisse wider als die Grundstruktur des Unternehmens: kein Umsatz, begrenzte Liquidität, langer Weg bis zur offiziellen Ressource.

Bohrprogramm läuft weiter

Parallel zur Datenauswertung startet Antimony Resources die nächste Explorationsphase. Optionsgeber Globex Mining hat eine Kampagne über 19.000 Meter genehmigt — sie läuft bis November 2026. Rund 13.000 Meter entfallen auf die Erweiterung der Main Zone. Die restlichen 6.000 Meter testen drei neu definierte Satellitenziele: Marcus, BH Central und BH South. Das Projektgebiet umfasst inzwischen 37 Quadratkilometer.

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Die Definition-Bohrphase endete am 28. April nach 25.000 Metern entlang der Main Zone. Die Daten fließen jetzt in ein dreidimensionales Modell.

Antimon: Strukturell knappes Angebot

Der Rohstoff selbst spielt Antimony Resources in die Karten. Antimon ist ein kritisches Mineral für Munition und Halbleiter. Die USA importieren den Großteil ihres Bedarfs — China dominiert die Produktion. Die chinesischen Exportbeschränkungen sind nur bis November 2026 ausgesetzt. Danach droht erneute Verknappung.

Sowohl die USA als auch die EU haben Antimon als kritisches Mineral eingestuft. Antimony Resources positioniert sich als nordamerikanische Alternative — falls die Versorgung nach Ablauf der Frist wieder unter Druck gerät.

Auf der Genehmigungsseite arbeitet das Unternehmen mit GEMTEC Consulting Engineers zusammen. Einen formellen Minenantrag plant es für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027. Erste Gespräche über Abnahmeverträge laufen bereits.

Das Investmentbild hängt damit an drei Faktoren: der ausstehenden SRK-Schätzung, der Bestätigung wahrer Bohrmächtigkeiten und dem Verlauf der chinesischen Exportpolitik nach November 2026.

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