Antimony Resources drückt bei Bald Hill aufs Tempo. Die Bohrer laufen, die Genehmigungsplanung startet, neue Zonen rücken ins Visier. Der Preis dafür zeigt sich klar in den Zahlen: Das Unternehmen bleibt ein Explorationswert ohne Umsatzbasis, aber mit steigenden Ausgaben.
Der Kern der Geschichte ist damit simpel. Bald Hill liefert hochgradige Antimon-Treffer, doch jeder Meter Bohrung kostet Geld. Genau diese Mischung macht die Aktie spannend — und anfällig für Finanzierungsfragen.
Exploration frisst Kapital
Im Halbjahresbericht für die sechs Monate bis Februar 2026 weist Antimony Resources keine Umsätze aus. Die operativen Aufwendungen lagen bei 10,19 Millionen C$, der Nettoverlust bei 10,33 Millionen C$.
Die Kasse war zum Periodenende mit 8,24 Millionen C$ gefüllt. Dem standen Verbindlichkeiten von knapp 917.000 C$ gegenüber, gestützt durch eine Finanzierung zum Ende des Vorjahres.
Der größte operative Treiber bleibt die Exploration. Für Bald Hill flossen 2,64 Millionen C$ in die Arbeiten, davon 1,59 Millionen C$ direkt in Bohrungen. Der Rest entfiel vor allem auf geologische Beratung und Projektarbeit.
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Das ist typisch für ein Unternehmen in dieser Phase. Einnahmen gibt es noch nicht, Wert entsteht über Bohrdaten, Ressourcenschätzungen und den Weg durch die Genehmigungen.
Hochgradige Treffer stützen die Expansion
Die jüngsten Bohrergebnisse liefern den Grund, warum Antimony Resources weiter ausbaut. Im Mai meldete das Unternehmen Antimongehalte von 26,9 Prozent und 6,9 Prozent in stibnitführendem Kernmaterial. Die gemeldeten Mächtigkeiten reichten bis 15 Meter.
Diese Treffer erweitern die Main Zone von Bald Hill in die Tiefe. Die durchschnittliche Bohrtiefe der betreffenden Löcher lag bei mehr als 250 Metern, der tiefste Abschnitt wurde bei 495 Metern erreicht.
Besonders wichtig war Bohrloch BH-26-10. Dort traf das Unternehmen zwei breite Mineralisierungszonen mit Längen von 13,85 Metern und 14,15 Metern. Innerhalb dieser Abschnitte lagen hochgradige Bereiche mit 26,7 Prozent und 6,4 Prozent Antimon.
Die Einschränkung ist wichtig: Es handelt sich um Bohrlängen, nicht um wahre Mächtigkeiten. Antimony Resources schätzt die tatsächlichen Mächtigkeiten je nach Bohrwinkel auf etwa 65 bis 70 Prozent der gemeldeten Längen.
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Mehr Bohrmeter, mehr Genehmigungsarbeit
Die nächste Explorationsphase soll in der zweiten Maiwoche anlaufen. Geplant sind 13.000 Meter Erweiterungsbohrungen an der Main Zone sowie 6.000 Meter erste Bohrungen auf drei neu definierten Zonen.
Parallel dazu läuft regionale Exploration auf der erweiterten Projektfläche von 37 Quadratkilometern. Auf den neu erworbenen Second-Run-Claims rund 3 Kilometer südlich von Bald Hill haben Bodenproben drei anomale Antimonbereiche gezeigt. Eine dieser Anomalien ist noch nicht vollständig abgegrenzt.
Auch auf der Genehmigungsseite geht das Projekt in eine konkretere Phase. Antimony Resources hat GEMTEC Consulting beauftragt, eine regulatorische Roadmap für Bald Hill zu erstellen. Dazu gehören technische und ökologische Studien sowie die Vorbereitung einer vorläufigen Umweltverträglichkeitsprüfung.
Voraussichtlich braucht das Projekt eine Registrierung und Prüfung auf Provinzebene in New Brunswick. Eine umfassende Prüfung auf Bundesebene ist ebenfalls möglich, die Gespräche mit den zuständigen Behörden laufen.
Der Zeitplan ist ambitioniert. Antimony Resources will Gespräche über Metallvermarktung und mögliche Abnahmevereinbarungen führen und strebt eine Genehmigungseinreichung im Zeitraum vom vierten Quartal 2026 bis zum ersten Quartal 2027 an. Bis dahin zählen vor allem weitere Bohrergebnisse, ein sauberer Genehmigungspfad und die Frage, wie lange die Kasse bei diesem Tempo reicht.
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