Das Bohrprogramm bei Bald Hill nähert sich seinem Abschluss — und damit einem Moment, der das Projekt grundlegend neu bewerten könnte. Antimony Resources steht kurz davor, erstmals eine NI 43-101-konforme Ressourcenschätzung vorzulegen. Für ein Junior-Explorationsunternehmen ist das ein entscheidender Schritt vom konzeptionellen Ziel zum formal quantifizierten Asset.
Bohrungen auf der Zielgeraden
Von den geplanten 10.000 Metern des Definition-Bohrprogramms auf der Main Zone sind bereits 6.500 Meter abgeschlossen. Drei Bohrgeräte arbeiten sich von Ost und West durch die Zone und stoßen dabei konsistent auf Stibnit-Mineralisierung mit Antimon — entlang einer bekannten Streichlänge von 700 Metern.
Die verbleibenden Bohrungen sollen bis Ende April abgeschlossen sein. Vier Wochen später werden die finalen Analyseergebnisse erwartet. Die Ressourcenschätzung ist für Juni geplant. Mit der Erstellung beauftragt ist SRK Consultants, die zuletzt bereits am nahe gelegenen Beaverbrook-Vorkommen in Neufundland tätig waren — und damit direkte Erfahrung mit der spezifischen Geologie atlantischer Antimon-Lagerstätten mitbringen.
Mehr als nur die Main Zone
Parallel zur Hauptzone laufen Explorationsarbeiten an der neu identifizierten Marcus (West) Zone. Wintergrabungen haben die massive Stibnit-Mineralisierung dort auf rund 80 Meter ausgedehnt. Als nächstes steht die Central Area im Fokus: Historische Daten weisen dort auf einen Gehalt von 2,8 Prozent Antimon über acht Meter hin — eine systematische Untersuchung durch das aktuelle Team steht noch aus.
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Das Gesamtareal von Bald Hill umfasst inzwischen mehr als 2.000 Hektar. Mindestens drei weitere Stibnit-Vorkommen außerhalb der Main Zone wurden bereits identifiziert.
Strukturelle Nachfrage als Rückenwind
Der Zeitpunkt des Ressource-Meilensteins fällt in eine Phase erheblicher Anspannung auf den globalen Antimon-Lieferketten. Rund 90 Prozent der weltweiten Produktion stammen aus nur drei Ländern, angeführt von China. Seit 2024 schränkt Peking seine Antimon-Exporte ein — der Rohstoff steht auf der chinesischen Dual-Use-Exportkontrollliste, unter anderem um militärische Nutzung durch andere Staaten zu begrenzen. Das hat die globalen Preise spürbar nach oben getrieben.
Auch die Energiewende ist betroffen. First Solar etwa ist zwar unabhängig von chinesischem Silizium, benötigt für sein Photovoltaikglas jedoch Natriumantimonat als Klärmittel. Der US-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 5,22 Milliarden US-Dollar, gab für 2026 jedoch eine enttäuschende Prognose von 4,9 bis 5,2 Milliarden Dollar aus — die Aktie verlor daraufhin rund 13 Prozent. CEO Mark Widmar begründete den vorsichtigen Ausblick mit einer bewussten Unterauslastung asiatischer Werke zur Absicherung gegen Handelsrisiken.
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Ein US-Verteidigungsbudget von 839 Milliarden Dollar für 2026 und anhaltende chinesische Exportbeschränkungen schaffen strukturell günstige Bedingungen für nordamerikanische Explorationsprojekte.
Bewertung und nächste Termine
Zum 1. April 2026 liegt die Marktkapitalisierung von Antimony Resources bei 154,26 Millionen kanadischen Dollar. Die Aktie notierte am 2. April bei 1,53 CAD, nach einer 52-Wochen-Spanne von 0,07 bis 1,65 CAD.
Der operative Kalender der kommenden Wochen ist dicht: Bohrabschluss am 30. April, finale Assay-Ergebnisse Mitte Mai, Ressourcenschätzung im Juni. Damit steht dem Unternehmen die bislang ereignisreichste Phase seiner kurzen Geschichte bevor — mit dem Übergang vom Explorationsunternehmen zum Inhaber einer formal bestätigten Ressource als zentralem Ziel.
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