Ende Juni fallen bei Antimony Resources zwei entscheidende Termine zusammen. Die Anleger warten auf das erste offizielle Ressourcengutachten für das Bald-Hill-Projekt. Zeitgleich läuft eine wichtige Haltefrist für Altaktionäre ab. Das sorgt für spürbare Nervosität.

Die Aktie notiert aktuell bei 0,42 Euro. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier rund 19 Prozent an Wert. Der Kurs rutschte damit unter die 200-Tage-Linie von 0,45 Euro.

Auf Jahressicht steht zwar noch ein gewaltiges Plus von 542 Prozent. Die jüngste Schwäche zeigt aber die angespannte Erwartungshaltung. Der Markt fordert nun konkrete Fakten.

Warten auf das SRK-Gutachten

Bis Ende Juni soll das Gutachten von SRK Consultants vorliegen. Der Bericht liefert die erste Schätzung nach dem strengen NI-43-101-Standard. Das Management plante die Veröffentlichung ursprünglich für April oder Mai. Die Verzögerung testet die Geduld der Aktionäre.

Ein Bohrprogramm über 25.000 Meter bestätigte die Mineralisierung der Hauptzone. Sie erstreckt sich über 700 Meter Länge und 350 Meter Tiefe. Ein älterer Bericht nannte eine Spanne von 70.000 bis 93.000 Tonnen.

Der Antimongehalt lag in dieser alten Schätzung bei drei Prozent. Alternativ standen 124.000 Tonnen mit vier Prozent im Raum. SRK wird diese Zahlen nun verbindlich prüfen. Bald Hill könnte zu den größten unerschlossenen Antimon-Vorkommen außerhalb Chinas zählen.

Haltefrist endet am 29. Juni

Am 29. Juni endet parallel eine Sperrfrist für handelbare Aktien. Antimony Resources hatte zuvor rund 9,5 Millionen Kanadische Dollar eingesammelt. Investoren zahlten damals 0,45 Dollar je Anteilsschein.

Jeder Anteil enthält zusätzlich einen Optionsschein zu 0,75 Dollar. Der aktuelle Aktienkurs liegt unter dem damaligen Platzierungspreis. Die Folge: Sorgen vor neuem Angebot auf dem Markt. Einige Investoren könnten ihre Verluste begrenzen wollen.

Starke Bohrdaten treffen auf schwache Preise

Operativ liefert das Unternehmen gute Argumente. Proben aus der südlichen Zone brachten kürzlich einen durchschnittlichen Antimongehalt von 19,5 Prozent. Dieser Bereich liegt 900 Meter von der Hauptzone entfernt. Er eröffnet ein völlig neues Explorationsziel.

Das Management treibt derweil die Genehmigungen voran. Ende 2026 soll der formelle Bauantrag folgen. Erste Tests zeigten bereits eine hohe Rückgewinnungsquote von 92 Prozent.

Diese Fortschritte prallen auf ein schwieriges Marktumfeld. Die Antimonpreise gaben in der ersten Junihälfte deutlich nach. Seit dem Hoch im Juni 2025 fiel der Preis um 36 Prozent.

Chinas Exportpolitik spielt hier eine zentrale Rolle. Peking setzte das Exportverbot für die USA bis November 2026 aus. Das entspannt die Lieferketten. Neue Angebote und Ersatzstoffe drücken zusätzlich auf die Preise.

Die letzten Junitage bündeln nun alle Risiken und Chancen. Das SRK-Gutachten wird die fundamentale Bewertung des Bald-Hill-Projekts neu definieren. Fällt die Ressourcenschätzung stark aus, könnte das den Verkaufsdruck der endenden Haltefrist abfedern. Enttäuschen die Zahlen, droht der Aktie bei aktuell schwachen Rohstoffpreisen ein weiterer Rückschlag.