Kanadas Antimon-Sektor lebt von politischer Rückendeckung — und Antimony Resources nutzt das gezielt. Am 4. Juni 2026 lud das Unternehmen Vertreter des Provinzministeriums zu einer mehrstündigen Begehung des Bald-Hill-Projekts in New Brunswick ein. Neue Bohrergebnisse gab es dabei nicht.
Was der Besuch wirklich zeigt
Die Delegation besichtigte die Bohrzonen Marcus und Main sowie die Kernverarbeitungsanlage in Penobsquis. Das Unternehmen demonstrierte Wegeinfrastruktur und Erosionsschutzmaßnahmen — Gräben und Geländeprofilierungen zum Schutz lokaler Gewässer.
Für ein Junior-Bergbauunternehmen sind das keine Nebensächlichkeiten. Zugang, Umweltbasisdaten und lokale Infrastruktur beeinflussen direkt, wie Investoren das Genehmigungsrisiko einschätzen. Kein Permit, keine Finanzierung, keine Ressourcenschätzung — der 4. Juni war ein Stakeholder-Signal, kein Meilenstein.
Politischer Rückenwind aus Fredericton
New Brunswick veröffentlichte am 2. März 2026 seine umfassende Mineralstrategie. Provinzminister John Herron verknüpfte Antimon beim Besuch explizit mit wirtschaftlicher Entwicklung, Jobschaffung und Investitionsanreizen.
Kanada führt Antimon auf seiner Liste kritischer Mineralien — 34 Metalle und Mineralien insgesamt. Das erklärt, warum Regierungsengagement rund um Bald Hill für Anleger überhaupt relevant ist.
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Exploration bleibt der Kern
Technisch wiederholt das Unternehmen bekannte Eckdaten. Die Mineralisierung in der Main Zone erstreckt sich über 600 Meter Länge und reicht mindestens 350 Meter in die Tiefe — offen in alle Richtungen. Durchschnittliche Mächtigkeiten liegen bei 4 bis 5 Metern, die Gehalte bei 3 bis 4 Prozent Antimon.
Der NI-43-101-Bericht nennt ein konzeptionelles Explorationsziel von rund 2,7 Millionen Tonnen. Das Unternehmen selbst betont: Bisherige Arbeiten reichen nicht aus, um eine formale Mineralressource zu definieren. Konzeptionelles Potenzial ist kein Ressourcennachweis.
Der nächste echte Bewertungsschritt bleibt technischer Natur: weitere Bohrungen, Assay-Ergebnisse, geologische Modellierung. Erst wenn Bald Hill das konzeptionelle Stadium verlässt, ändert sich die Ausgangslage für die Aktie grundlegend.
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