Ein Bohrkampagne läuft, eine Ressourcenschätzung steht aus — und der Kurs liegt noch immer rund 54 Prozent unter seinem Allzeithoch. Für Antimony Resources verdichten sich die Katalysatoren.
Maiden-Ressourcenschätzung noch ausstehend
Das wichtigste Ereignis, auf das Investoren warten, ist die erste zertifizierte Mineralressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt im kanadischen New Brunswick. SRK Consultants aus Toronto wurde damit beauftragt; ein 10.000-Meter-Bohrprogramm zur Ressourcendefinition ist bereits abgeschlossen. Die letzten Assay-Ergebnisse mineralisierten Gesteins wurden für drei bis vier Wochen nach Abschluss der Bohrarbeiten im April erwartet — eine offizielle Veröffentlichung steht jedoch noch aus.
Ein technischer Bericht von JPL Geoservices aus dem Jahr 2025 hatte bereits potenzielle Mengen von knapp 28 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt von drei bis vier Prozent skizziert. Das Unternehmen selbst betonte, diese Zahlen noch nicht durch ausreichende eigene Arbeiten bestätigt zu haben. Die NI-43-101-konforme Schätzung von SRK wäre damit die erste formal zertifizierte Mineralinventur für Bald Hill überhaupt.
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Neue Bohrphase mit 19.000 Metern
Parallel läuft bereits die nächste Explorationsphase. Im Mai 2026 startete Antimony Resources ein 19.000-Meter-Programm — diesmal mit Fokus auf Erweiterung statt Definition. Davon entfallen 13.000 Meter auf die Bald-Hill-Hauptzone, um die Mineralisierung in der Tiefe und entlang des Streichens auszuweiten. Weitere 6.000 Meter gehen in drei neu definierte Zonen: Marcus, BH Central und BH South.
Erste Ergebnisse aus dem laufenden Programm sind bereits bemerkenswert: Einzelne Bohrabschnitte lieferten Antimongehalte von bis zu 26,9 Prozent. Bodenproben auf den neu erworbenen Second-Run-Claims südlich der Hauptzone zeigen ebenfalls hochgradige Resultate.
Strategische Weichenstellungen
Antimony Resources bewegt sich schrittweise von reiner Exploration in Richtung kommerzieller Entwicklung. Im April 2026 begann das Unternehmen mit technischen und Umweltstudien für die Genehmigung des Projekts — angepeilt wird die Einreichung des Genehmigungsantrags im vierten Quartal 2026 oder ersten Quartal 2027. Gespräche mit Metallvermarktungsunternehmen über mögliche Abnahmeabkommen sollen folgen.
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Der makroökonomische Rückenwind bleibt intakt. China hat für 2026 und 2027 lediglich elf Unternehmen für den Antimonexport zugelassen — eine strukturelle Angebotsverknappung, die westliche Explorationsunternehmen wie Antimony Resources in den Fokus rückt. Sowohl die USA als auch die EU haben Antimon als kritischen Rohstoff eingestuft, der in Flammschutzmitteln, Halbleitern und Rüstungstechnologien eingesetzt wird.
Kurs und Bewertung
Die Aktie schloss am 28. Mai 2026 bei 0,76 kanadischen Dollar — ein Wochenplus von 8,57 Prozent bei einer Marktkapitalisierung von rund 75 Millionen kanadischen Dollar. Das Allzeithoch von 1,65 kanadischen Dollar vom 17. März liegt damit noch immer weit entfernt; allein im vergangenen Monat verlor der Kurs rund 40 Prozent.
Der einzige abdeckende Analyst setzt das 12-Monats-Kursziel bei 3,00 kanadischen Dollar mit einer Kaufempfehlung — ein Abstand von fast 300 Prozent zum aktuellen Kurs, der die Pre-Ressource-, Pre-Umsatz-Natur des Unternehmens widerspiegelt. Ob die ausstehende SRK-Schätzung diesen Abstand verringert, hängt maßgeblich davon ab, welche Tonnagen und Gehalte sie formal bestätigt.
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