Apex Critical Metals hat die größte Kapitalerhöhung seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen — und die Details lohnen einen genauen Blick. Neben der schieren Größe des Deals sorgt die Beteiligung von Insidern für eine formale Offenlegungspflicht nach kanadischem Wertpapierrecht.
15 Millionen CAD in einer Runde
Das Unternehmen platzierte 7,895 Millionen Einheiten zu je 1,90 CAD und erzielte damit Bruttoerlöse von 15 Millionen CAD. Jede Einheit besteht aus einer Stammaktie und einem Bezugsschein. Die Transaktion übertrifft die bisherige Rekordplatzierung vom Oktober 2025 — damals wurden 10 Millionen CAD eingesammelt — deutlich.
Lead-Agent war Canaccord Genuity, Co-Agent Red Cloud Securities. Beide Häuser erhielten zusammen 6 Prozent der Bruttoerlöse als Bargebühr — reduziert auf 3 Prozent für Investoren auf der Präsidentenliste — sowie knapp 395.000 Broker-Warrants, die innerhalb von 24 Monaten zum Ausgabepreis ausgeübt werden können.
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Insider-Beteiligung und MI 61-101
Mehrere Unternehmensinsider zeichneten im Rahmen der Platzierung, was nach dem kanadischen Multilateral Instrument 61-101 eine Related-Party-Transaktion begründet. Das Regelwerk schützt Minderheitsaktionäre bei Transaktionen mit nahestehenden Parteien und verlangt in der Regel die Inanspruchnahme von Ausnahmen von formaler Bewertungspflicht und Minderheitsgenehmigung. Für sich genommen ist das ein Standardvorgang — Anleger sollten die entsprechenden Offenlegungen dennoch lesen.
Bohrprogramm und erste Ergebnisse
Das frische Kapital fließt in das Rift Rare Earth Project in Nebraska. Bislang wurden 14 Bohrlöcher mit insgesamt rund 8.850 Metern abgeteuft; Analyseergebnisse für 12 Löcher stehen noch aus. Erste vorliegende Daten aus Bohrloch RIFT26-003 zeigen zwei mineralisierte Horizonte: eine hochgradige Seltenerdzonen-Abfolge von 23,7 Metern mit 4,02 Prozent REO nahe der Diskordanz sowie eine tiefer liegende, stark mit Neodym und Praseodym angereicherte Zone.
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Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant das Unternehmen einen NI 43-101-Bericht, Phase-II-Bohrungen und erste Mineralressourcenschätzungen.
ETF-Aufnahme und Kurssituation
Separat wurde Apex in den Sprott Rare Earths Ex-China ETF aufgenommen — einen neu aufgelegten Fonds mit 34 Positionen, der gezielt Seltenerdförderer außerhalb Chinas bündelt. Der Anteil von Apex am ETF-Portfolio beträgt 0,08 Prozent. Die Aufnahme dürfte die institutionelle Sichtbarkeit erhöhen, auch wenn sie kurzfristig keinen Kursimpuls lieferte.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 1,05 Euro — gut 65 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025 und deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten. Der RSI liegt bei 32, was technisch auf überverkauftes Terrain hindeutet. Die Finanzierung sichert den Betrieb bis weit in die Ergebnisphase hinein; entscheidend wird sein, was die ausstehenden Bohrassays liefern.
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