Am Markt für Seltene Erden hat sich das Umfeld im September spürbar eingetrübt. Davon bleibt auch Apex Critical Metals nicht unberührt. Das Papier verlor am Freitag 4,0 Prozent und ging mit 0,8550 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang summiert sich der Rückgang damit auf 41 Prozent.

Hinter der jüngsten Kursschwäche steht vor allem eine breit angelegte Abkühlung der Notierungen wichtiger Schlüsselmetalle. Explorationsunternehmen wie Apex Critical Metals reagieren erfahrungsgemäß empfindlich auf solche Preisschwankungen, da künftige Förderprojekte eng an den langfristigen Erlöserwartungen hängen.

Rohstoffpreise belasten das Branchenumfeld

Medienberichten zufolge gaben die Preise für Neodym-Metall und Praseodym-Metall im September nach. Die Rückgänge beliefen sich auf 2,54 Prozent beziehungsweise 2,37 Prozent.

Zugleich fiel auch die Benchmark für die NdPr-Legierung um 1,98 Prozent. Damit bewegte sich dieser gesamte Rohstoffkomplex erstmals seit Mai wieder geschlossen im Minus, was die Marktstimmung im Sektor dämpft.

Für Entwickler von Lagerstätten bedeutet diese Schwächephase eine spürbare Hürde. Das verhaltene Branchenklima überlagert vorübergehend die operativen Fortschritte, die auf den einzelnen Liegenschaften erzielt werden.

Projektstatus am Rift-Vorkommen

Apex Critical Metals treibt unterdessen die Arbeiten am Rift-Projekt voran. Vor rund zwei Wochen meldete das Unternehmen Bohrergebnisse aus diesem Areal. Die Bohrung RIFT26-019 traf dabei auf einen Abschnitt von 197,5 Metern mit einem Gehalt von 2,12 Prozent Seltenerdoxiden (REO).

Darin enthalten war ein hochgradiger Kernbereich von 26,9 Metern bei 3,15 Prozent REO. Dieser Treffer erweiterte die bekannte Mineralisierung um etwa 120 Meter neigungsabwärts nach Westen.

Frühere Step-out-Bohrungen wie RIFT26-011 hatten zuvor keine nennenswerten Abschnitte über 1,0 Prozent REO geliefert. Dies verdeutlicht, dass die Vererzung im Projektgebiet diskontinuierlich verlaufen kann und nicht jeder Bohransatz wirtschaftlich relevante Gehalte trifft.

Insgesamt hat das Unternehmen im laufenden Jahr 34 Bohrungen über rund 22.000 Meter abgeschlossen. Für 15 dieser Bohrungen stehen die Analyseergebnisse noch aus. Die Veröffentlichung einer ersten Mineralressourcenschätzung wird für das erste Quartal 2027 angestrebt.

Finanzieller Spielraum für die Exploration

Um die weiteren Explorationsprogramme abzusichern, hat sich Apex Critical Metals vor rund einem Monat zusätzlichen finanziellen Spielraum verschafft. Die Regulierungsbehörden genehmigten einen Basis-Shelf-Prospekt sowie ein entsprechendes Formular bei der US-Börsenaufsicht SEC.

Der Rahmen erlaubt über einen Zeitraum von 25 Monaten die Ausgabe verschiedener Wertpapiere wie Stammaktien, Optionsscheine oder Einheiten. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf bis zu 100.000.000 Kanadische Dollar. Damit verfügt das Unternehmen über das formale Fundament für künftige Finanzierungen, während der Markt auf die verbleibenden Bohrergebnisse blickt.