Apple Aktie: 330 Dollar im Visier

Apple übertrifft Erwartungen mit starkem Gewinnwachstum und China-Erholung. Analysten sehen Potenzial bis 340 Dollar, warnen aber vor steigenden Chipkosten.

Apple Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie steigt um 20 Prozent
  • Service-Sparte erzielt 31 Milliarden Dollar
  • China-Umsatz legt um 28 Prozent zu
  • Kursziel von Goldman Sachs bei 340 Dollar

Rekordgewinn, China-Aufholjagd und eine Aktie, die nur noch einen Atemzug von ihrem Allzeithoch entfernt ist. Das zweite Fiskalquartal 2026 hat Apple so stark abgeliefert, dass selbst konservative Marktbeobachter ihre Kurszieltabellen nach oben korrigieren.

Der Umsatz kletterte auf 111,2 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenerwartungen um rund zwei Milliarden Dollar. Noch beeindruckender: Der Gewinn je Aktie sprang von 1,65 auf 2,01 Dollar — ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Erwartet worden waren 1,95 Dollar.

Servicegeschäft und China als Wachstumstreiber

Das Dienstleistungssegment mit Musik-Abos, Streaming und Cloud-Diensten erzielte knapp 31 Milliarden Dollar Umsatz, ein Zuwachs von 16 Prozent. Die Margen liegen dort bei über 70 Prozent — ein stiller Motor, der das Unternehmen längst von reiner Hardware-Abhängigkeit befreit hat.

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China war lange der wunde Punkt, jetzt liefert der Markt überraschende Stärke: Der Umsatz in Greater China legte um 28 Prozent zu. Staatliche Subventionsprogramme haben das iPhone 17 für viele Käufer attraktiver gemacht und dem Unternehmen in einem geopolitisch angespannten Umfeld Rückenwind verschafft.

Goldman Sachs bekräftigte nach den Zahlen die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 340 Dollar. Analyst Michael Ng verwies dabei auf leicht rückläufiges App-Store-Wachstum von einem Prozentpunkt auf fünf Prozent im April — gedämpft durch schwächere Nachfrage in den USA, während China und Japan stärker kauften.

Technisches Bild mit Zug nach oben

Die Aktie notiert bei rund 280 Dollar und damit knapp unterhalb des Allzeithochs von etwas über 288 Dollar aus dem Dezember 2025. Gelingt der Ausbruch über die Zone von 290 Dollar, würde sich technisches Potenzial bis in den Bereich von 330 bis 340 Dollar eröffnen — ein Aufwärtspotenzial von rund 18 bis 21 Prozent vom aktuellen Niveau.

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Das KGV liegt bei etwa 34, für einen Konzern dieser Größenordnung kein Schnäppchen. Den Premiumpreis rechtfertigen allerdings die Fundamentaldaten — sofern ein Risiko nicht unterschätzt wird: Jefferies-Analyst Edison Lee warnte, dass Speicherchip-Preise im laufenden Quartal um 70 bis 100 Prozent steigen könnten, deutlich mehr als der Markt bisher eingepreist hat. Das dürfte die Hardware-Margen spürbar belasten.

Hinzu kommt ein strukturelles Thema: Apple sondiert Berichten zufolge Alternativen zu seinem langjährigen Chip-Fertigungspartner TSMC und hat Gespräche mit Intel sowie Samsung geführt. Hintergrund sind Kapazitätsengpässe im globalen Halbleitermarkt, die durch den KI-Boom verschärft wurden. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, konkrete Aufträge gibt es bislang nicht.

Mit dem geplanten CEO-Wechsel im September — John Ternus übernimmt dann den Posten von Tim Cook — steht Apple zugleich an einem Wendepunkt. Der Markt bewertet diesen Schritt zunehmend als Chance auf eine stärker technologiegetriebene Ausrichtung.

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