Rechtliche Auseinandersetzungen fordern den iPhone-Konzern im US-Heimatmarkt. Am Samstag verurteilte eine Geschworenenjury in den USA Apple zur Zahlung von mehr als 5,7 Milliarden $ an Schadenersatz an das in San Diego ansässige Unternehmen Taction.
Gegenstand des Verfahrens ist die angebliche Verletzung von zwei Patenten für Haptik-Technologie, die in iPhones und Apple Watches eingesetzt wird. Laut Reuters hat der Konzern bereits angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.
An der Börse zeigte sich das Papier vor dem Wochenende stabil. Am Freitag ging die Aktie mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 299,05 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert nur 0,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 301,80 Euro.
Verträge verlängert und Klagen beigelegt
Abseits des Urteils zur Haptik-Technik gelang Apple zuletzt an anderen Fronten Rechtssicherheit. Wie Qualcomm am Donnerstag mitteilte, hat Apple die bestehende Patentlizenzvereinbarung zwischen beiden Unternehmen verlängert.
Der bisherige Vertrag lief bis zum 31. März 2027 und enthielt eine Klausel für eine zweijährige Verlängerungsoption. Mit dem Schritt sichert sich der Technologiekonzern langfristig Schlüsselkomponenten und Schutzrechte für die drahtlose Kommunikation.
Parallel dazu bereinigte Apple Streitigkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Unternehmen X Corp und SpaceXAI von Elon Musk hatten ihre Klagen gegen Apple und OpenAI beigelegt. In dem Rechtsstreit ging es um Vorwürfe unrechtmäßiger Monopolisierung bei Smartphones und generativen KI-Chatbots.
Am 18. September wies ein Richter am zuständigen US-Bezirksgericht zudem den Versuch von OpenAI ab, Einblick in die vertraulichen Vergleichsbedingungen zwischen Apple und den Musk-Unternehmen zu erhalten.
Behörden und Hardware im Fokus
Rechtliche Reibungspunkte bleiben dennoch ein ständiger Begleiter. In Indien weitete die dortige Verbraucherschutzbehörde am 15. September ihre Prüfung von Apples Garantiebedingungen für Software aus. Hintergrund sind Beschwerden, wonach das Betriebssystem-Update auf iOS 18 Funktionen beeinträchtigt und Kundinnen wie Kunden zu kostspieligen Reparaturen veranlasst habe.
Unterstützung erhielt der Konzern hingegen aus Washington. Am Dienstag stützte das US-Justizministerium zentrale Argumente von Apples Berufung vor dem Supreme Court im andauernden Streit mit Epic Games. Zeitgleich treibt das Management die Hardware-Strategie voran: Seit Dienstag liefert Apple neue Desktop-Macs an Firmenkunden aus, die als kostengünstigere Alternative zur Miete von Rechenzentrumskapazitäten für KI-Berechnungen positioniert werden.
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