Apple muss dieser Tage zwei sehr unterschiedliche Baustellen gleichzeitig managen: Juristischer Gegenwind rund um KI-Versprechen und App-Store-Regeln trifft auf Berichte über eine anstehende Welle neuer Hardware. Für Anleger ist das eine heikle Mischung – denn beides kann die Stimmung drehen, allerdings aus völlig verschiedenen Gründen.
Klage um Siri-KI und App-Store-Regeln
Konkret hat Apple bei einem Bundesgericht in San Jose beantragt, eine geplante Sammelklage von Aktionären abzuweisen. Der Vorwurf: Der Konzern habe die Fähigkeiten der KI rund um den Sprachassistenten Siri zu optimistisch dargestellt und Aktionäre über Verzögerungen bei fortgeschrittenen Funktionen im Unklaren gelassen. Genannt werden unter anderem Features wie „persönlicher Kontext“ und „Onscreen Awareness“, die Apple ursprünglich im Juni 2024 präsentiert hatte.
Zusätzlich greift die Klage das Thema App Store auf. Dabei geht es um den Umgang mit einer gerichtlichen Anordnung aus dem Epic-Games-Verfahren, wonach Entwickler auf externe Bezahloptionen verlinken dürfen. Kläger sehen hier eine irreführende Darstellung der eigenen Regel- und Compliance-Umsetzung.
Apple hält in seinem Antrag dagegen: Es gebe keine Belege, dass Führungskräfte gewusst hätten, dass sich die KI-Funktionen deutlich verzögern würden. Außerdem argumentiert das Unternehmen, man habe nie garantiert, dass die eigenen Prozesse zur Einhaltung der Anordnung „perfekt“ funktionieren.
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Federführend ist laut Bericht Südkoreas National Pension Service. Abgedeckt werden Aktionäre, die zwischen Mai 2024 und Mai 2025 Verluste erlitten haben.
Berichte: Hardware-Neuheiten schon Anfang März
Parallel zu den juristischen Themen verdichten sich Berichte, dass Apple in der ersten Woche im März 2026 eine mehrtägige Produktvorstellungsrunde plant. Im Raum stehen demnach mindestens fünf neue Produkte.
Genannt werden neue MacBooks, möglicherweise mit M5 Pro- und M5 Max-Prozessoren, außerdem ein aktualisiertes iPad Air mit M4-Chip. Dazu kommt laut Spekulation ein neues, günstigeres iPhone-Modell mit der Bezeichnung „17e“. Im Anschluss könnten Medien-Events zum Ausprobieren in mehreren Städten weltweit folgen.
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Neue Displays, neues Vision-Pro-Format
Auch bei den Displays deutet sich Bewegung an. Berichte, die sich auf Hinweise in Systemdateien stützen, sprechen von zwei neuen Studio-Display-Modellen. Beide sollen demnach 120Hz ProMotion und HDR unterstützen. In einer weiteren Code-Analyse heißt es zudem, dass eine Variante bessere Lautsprecher und modernere Anschlüsse bieten könnte.
Im Bereich „Spatial Computing“ schiebt Apple außerdem Inhalte nach: Das Unternehmen hat die dritte Episode seiner „Elevated“-Reihe für die Apple Vision Pro veröffentlicht. Das neue immersive Video zeigt die Schweiz aus der Luft – in 180-Grad 8K-3D und mit Spatial Audio.
Zum Handel: Die Aktie notiert heute bei 225,75 Euro und liegt damit 2,40% im Minus. Das passt ins Bild eines Marktes, der auf klare Signale wartet – sowohl im Gerichtssaal als auch bei der erwarteten Hardware-Runde Anfang März.
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