Der Technologiekonzern Apple hat am gestrigen Freitag eine Preisanpassung für seine digitalen Abonnement-Dienste in den USA vorgenommen. Parallel dazu bestätigte das Unternehmen den Termin für sein nächstes großes Hardware-Event, das unter dem Motto „Surprise and Shine“ steht.

Die Ankündigungen fallen in eine Phase des personellen Umbruchs an der Konzernspitze, während das Unternehmen gleichzeitig seine Position im Dienstleistungssektor weiter stärkt.

Deutliche Preissprünge bei Streaming und Bundles

Medienberichten zufolge hob Apple die Tarife für seinen Streamingdienst Apple TV+ und das Kombi-Paket Apple One Individual an. Für Neukunden in den USA stieg der monatliche Preis für Apple TV+ von 12,99 Dollar auf 14,99 Dollar, was einer Erhöhung von rund 15 Prozent entspricht.

Das Jahresabonnement wird nun mit 119 Dollar statt der bisherigen 99 Dollar berechnet. Dies markiert die vierte Preiserhöhung für den Dienst seit seinem Start im Jahr 2019, als das Angebot noch für 4,99 Dollar monatlich eingeführt worden war.

Auch das Paket Apple One Individual, das mehrere Dienste wie Music, TV+ und Arcade bündelt, verteuerte sich um zwei Dollar auf nun 21,95 Dollar pro Monat. Bestandskunden sollen die neuen Preise laut Branchenberichten mit der nächsten regulären Abrechnung nach einer einmonatigen Vorankündigungsfrist in Rechnung gestellt bekommen.

Als Gründe für die Anpassungen werden unter anderem gestiegene Investitionen in Originalinhalte und Sportrechte sowie die allgemeine Kostenentwicklung bei technischer Infrastruktur genannt.

Die Dienstleistungssparte bleibt für Apple ein zentraler Wachstumstreiber; im dritten Quartal erzielte das Segment einen Rekordumsatz von 30,7 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

iPhone-Event am 9. September im Steve Jobs Theater

Zusätzlich zu den Preisänderungen hat Apple den 9. September als Termin für seine nächste Produktpräsentation offiziell bestätigt. Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr Ortszeit im Steve Jobs Theater im Apple Park. Im Zentrum der Erwartungen stehen die neuen Modelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Max.

Branchenexperten rechnen zudem mit der Vorstellung des ersten faltbaren iPhones des Konzerns, das möglicherweise unter dem Namen iPhone Ultra geführt wird. Laut Analysen des Marktforschungshauses Counterpoint legten die iPhone-Auslieferungen bereits im zweiten Quartal um 13 Prozent zu, was die Bedeutung der anstehenden Hardware-Generation unterstreicht.

Eine Besonderheit des kommenden Events ist die Neuausrichtung der Produktpalette: Ein Basismodell des iPhone 18 wird erst für das Frühjahr 2027 erwartet. Stattdessen soll das faltbare Gerät mit einer Displaygröße von 7,6 Zoll im geöffneten Zustand und einem Gehäuse aus Titan neue Akzente im Premium-Segment setzen.

Zudem werden Aktualisierungen für die Apple Watch Series 12 und die Watch Ultra 4 sowie neue AirPods erwartet. Die Keynote am 9. September wird voraussichtlich die erste große Produktpräsentation unter der Leitung von John Ternus sein, der als neuer CEO die Nachfolge von Tim Cook antritt, während dieser in die Rolle des Executive Chairman wechselt.

Solide Quartalszahlen stützen den Kurs

Die jüngsten Finanzdaten unterstreichen die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens. Im dritten Quartal meldete Apple einen Gesamtumsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von mehr als 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Gewinn je Aktie belief sich auf 2,02 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Besonders kräftig zeigten sich die Segmente Mac mit einem Umsatzplus von 29 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar und das iPhone-Geschäft mit einem Zuwachs von 22 Prozent.

An der Börse reagierten die Anleger positiv auf die Nachrichtenlage und die Bestätigung des Produkt-Events. Die Apple-Aktie verzeichnete am Freitag einen Kursanstieg von 2,2 Prozent und schloss bei 276,00 Euro. Damit setzt das Papier seinen Aufwärtstrend fort und weist seit Jahresbeginn eine Wertsteigerung von 19 Prozent auf.

Trotz der jüngsten Gewinne notiert der Anteilsschein noch etwa 8,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 301,80 Euro. Analysten bewerten die Aktie im Konsens weiterhin positiv, wobei die durchschnittlichen Kursziele zuletzt im Bereich von 330 US-Dollar angesiedelt waren.

Neben der neuen Hardware richten Investoren ihr Augenmerk verstärkt auf die Bruttomarge im Servicegeschäft, die trotz negativer Wechselkurseffekte zuletzt bei stabilen 50,1 Prozent lag.