Heute Abend nach US-Börsenschluss legt Apple seine Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2026 vor. Drei Themen dominieren die Erwartungen: das Wachstum im Services-Geschäft, eine mögliche Ankündigung zum Aktionärsprogramm — und ob China wirklich zurück ist.
Services als Gewinnmaschine
Das Segment Services ist längst das Herzstück der Apple-Ertragsstory. Der Konsens der Wall Street erwartet rund 30 Milliarden Dollar Umsatz für das Quartal, bei einer Bruttomarge von über 70 Prozent. Damit trägt Services fast die Hälfte des gesamten Bruttogewinns bei — obwohl es weniger als ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht.
Evercore ISI rechnet mit einem anhaltenden Wachstum im mittleren Zehnerbereich und sieht Apple Pay, iCloud, Licensing und AppleCare als Stützen, die einen schwächeren App Store ausgleichen. Die Bank bewertet die Aktie mit „Outperform“ und einem Kursziel von 330 Dollar. Goldman Sachs prognostiziert einen Gewinn je Aktie von 2,00 Dollar — über dem Konsens von 1,93 Dollar — und verweist auf Services-Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie günstige Wechselkurseffekte.
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China dreht auf
Im ersten Fiskalquartal 2026 legte der Umsatz in Greater China um 38 Prozent auf über 25,5 Milliarden Dollar zu und übertraf die Erwartungen um fast 5 Milliarden Dollar. Für Q2 rechnen Analysten mit rund 19 Milliarden Dollar — ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bemerkenswert: Während der chinesische Smartphone-Markt in den ersten neun Wochen 2026 um rund 4 Prozent schrumpfte, legten iPhone-Verkäufe laut Counterpoint-Daten um etwa 23 Prozent zu. Chinesische Subventionsprogramme haben das iPhone 17 offenbar in eine attraktive Preisposition gebracht.
Was den Kurs wirklich bewegt
Der Konsens laut FactSet erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim Gesamtumsatz liegt die Messlatte bei 109,5 Milliarden Dollar. JP Morgan liegt mit 112,7 Milliarden Dollar und einem EPS von 2,05 Dollar deutlich darüber — getrieben von einem starken iPhone-Forecast von 59,5 Milliarden Dollar. UBS erhöhte sein Kursziel auf 287 Dollar und nennt solide Nachfrage in den USA und China als Begründung.
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Historisch wichtiger als die Q2-Zahlen selbst ist der Ausblick auf Q3. CFO Kevan Parekh hatte ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent in Aussicht gestellt, was einem Korridor von rund 108 bis 111 Milliarden Dollar entspricht. Wie das Management diesen Rahmen nun kommentiert — und ob steigende Speicherkosten durch KI-Infrastrukturausbau die Margen belasten — dürfte die Reaktion am Freitag bestimmen.
Führungswechsel als Zusatzvariable
Tim Cook übergibt am 1. September 2026 den CEO-Posten an John Ternus, langjähriger Senior VP für Hardware Engineering. Die Ankündigung hatte die Aktie um 2,5 Prozent gedrückt. Dieser Quartalsbericht ist der erste große Investorentest unter der neuen Führungsstruktur — und auf dem Earnings Call werden Analysten Cook und Parekh voraussichtlich direkt nach dem Übergang und seinen Implikationen für den WWDC-KI-Fahrplan befragen.
Die Apple-Aktie notiert aktuell bei rund 231,60 Euro und damit rund 6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 27,6 signalisiert eine überverkaufte technische Lage — was die Reaktion auf die heutigen Zahlen in beide Richtungen verstärken könnte.
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