Apple plant für Ende 2027 eine AirPods-Generation mit eingebauter Kamera — und macht damit deutlich, dass die Produktpipeline unter dem neuen CEO John Ternus weiter ambitioniert bleibt. Zur gleichen Zeit rücken Regulierer näher.
Produktwelle für 2027
Die Kamera-AirPods sollen gemeinsam mit einem faltbaren iPhone und einem Jubiläumsmodell zum 20. Geburtstag der iPhone-Produktlinie auf den Markt kommen. Prototypen haben inzwischen einen nahezu finalen Entwicklungsstand erreicht, sowohl bei Hardware als auch Software. Ternus übernimmt den CEO-Posten am 1. September 2026 — 2027 wäre damit sein erstes volles Jahr an der Spitze, verbunden mit einem der dichtesten Produktkalender seit Jahren.
Parallel entwickelt Apple neue Chips für künftige Geräte auf Basis nächster Generation Fertigungsprozesse. In diesem Zusammenhang beobachten Marktbeobachter auch die Fortschritte bei Intel Foundry genau: Die neue Fertigungstechnologie Intel 18A-P ist in die Risikoproduktion eingetreten, was Spekulationen über eine mögliche künftige Fertigungspartnerschaft befeuert. Konkrete Vereinbarungen gibt es bislang nicht.
Regulierungsdruck aus Europa
Auf der anderen Seite wächst der behördliche Gegenwind. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet — koordiniert mit der Europäischen Kommission. Im Kern des Vorwurfs: Apple soll Drittanbietern von Cloud-Diensten keinen gleichwertigen Zugang zu iOS- und iPadOS-Funktionen für vollständige Datensicherungen gewähren, während iCloud diese Funktionen uneingeschränkt nutzen kann. Der Digital Markets Act schreibt genau diese Interoperabilität vor.
Es wäre nicht die erste Regulierungsbaustelle für Apple in Europa — und angesichts des laufenden DMA-Regimes dürfte es auch nicht die letzte sein. Wie weitreichend die Konsequenzen einer möglichen Beanstandung für das iCloud-Geschäft wären, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum abschätzen.
Die Aktie zeigte sich von der Untersuchung wenig beeindruckt und notierte zuletzt im Bereich von knapp 299 Dollar. Entscheidender für die mittelfristige Kursentwicklung dürfte werden, ob Apple die für 2027 angekündigte Produktwelle termingerecht und mit überzeugenden Neuerungen liefern kann.
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