Apple Aktie: Rekord-Quartal voraus?

Die Bank of America hebt ihr Apple-Kursziel deutlich über den Analystenkonsens an und erwartet ein starkes Quartal. Der Fokus liegt auf iPhone-Verkäufen und dem bevorstehenden Start des faltbaren iPhones.

Apple Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von BofA deutlich über Konsens
  • Starke iPhone-Verkäufe als Fundament
  • Faltbares iPhone startet im September
  • Aktie notiert unter Jahresanfangsniveau

Wall Street dreht die Erwartungsschraube kurz vor Apples Quartalsbericht weiter nach oben. Bank of America erhöht das Kursziel auf 325 Dollar — und liegt damit deutlich über dem Analysten-Konsens von 296 Dollar.

BofA-Analyst Wamsi Mohan schätzt, dass der Markt die nahe Zukunft systematisch unterschätzt. Für das zweite Fiskalquartal rechnet er mit einem Umsatz von 113 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 2,00 Dollar — gegenüber Konsensschätzungen von 109 Milliarden Dollar und 1,93 Dollar. Die Zahlen erscheinen am 30. April.

iPhone-Stärke als Fundament

Das erste Fiskalquartal 2026 lieferte bereits Rückenwind: Apple erzielte mit dem iPhone-Geschäft 85,3 Milliarden Dollar Umsatz — ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das stärkste iPhone-Quartal aller Zeiten. Weltweit sicherte sich Apple einen Marktanteil von 21 Prozent im Smartphone-Segment, getrieben vor allem durch die iPhone-17-Nachfrage in China, Indien und Japan.

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Mohan erwartet für das laufende Quartal rund 60 Millionen verkaufte iPhones. Die installierte Basis von 2,5 Milliarden aktiven Geräten sorgt für strukturell stabile Services-Einnahmen — ein Segment, das Apple zuletzt ebenfalls auf Rekordniveau führte.

Foldable iPhone: Ehrgeiz trifft Produktionskomplexität

Neben dem Quartalsbericht ist das faltbare iPhone das zweite große Thema. Der Start ist für September geplant — parallel zum iPhone 18 Pro und Pro Max. Der Massenproduktionsstart wurde allerdings von Juni auf August verschoben, was bei einem September-Launch knappe Verfügbarkeit wahrscheinlich macht.

Technisch setzt Apple hohe Maßstäbe: Das Gerät soll keine sichtbare Falte zeigen — ein Problem, das praktisch alle Konkurrenzprodukte betrifft. Apple entwickelte dafür ein neues Material, das die Falte beim Aufklappen nahezu unsichtbar macht. Der Preis dürfte bei über 2.000 Dollar starten und das Gerät damit zum teuersten iPhone der 2026-Lineup machen.

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Mohan sieht das Foldable als potenziellen Upgrade-Treiber, zusammen mit einem überarbeiteten Siri auf Basis von Googles Gemini-KI und der WWDC-Entwicklerkonferenz im Juni.

Risiken bleiben real

Die Apple-Aktie notiert in Euro bei 222,45 Euro und liegt damit rund 3,7 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau — Tarif-Unsicherheiten, höhere Inputkosten und Konsumzurückhaltung belasten die Stimmung. Ferner läuft das DOJ-Verfahren rund um Googles Rolle als Standard-Suchmaschine auf iPhones weiter.

Von 23 Analysten empfehlen 14 die Aktie zum Kauf, acht raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel von 305 Dollar impliziert vom aktuellen Kurs aus rund 14,5 Prozent Aufwärtspotenzial — BofAs 325-Dollar-Ziel liegt nochmals deutlich darüber. Ob Apple diesen Erwartungsvorschuss am 30. April einlösen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie stark das Services-Geschäft das schwächere Makroumfeld abfedert.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.