Der Tech-Konzern aus Cupertino hat am Donnerstagabend Zahlen vorgelegt, die selbst optimistische Erwartungen in den Schatten stellen. Der Umsatz schoss im ersten Geschäftsquartal (bis 27. Dezember) um 16 Prozent auf 143,8 Milliarden Dollar nach oben – Analysten hatten lediglich 138,5 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Beim Gewinn pro Aktie zeigt sich ein ähnliches Bild: 2,84 Dollar statt erwarteter 2,67 Dollar. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung von zunächst 3,5 Prozent, der sich später auf 0,8 Prozent abschwächte.
iPhone 17 übertrifft alle Erwartungen
Das Zugpferd des Erfolgs ist einmal mehr das iPhone. CEO Tim Cook sprach gegenüber Reuters von einer „überwältigenden Nachfrage“ nach der iPhone-17-Reihe. Die Zahlen sprechen für sich: Der iPhone-Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar – das größte Quartal in der Geschichte dieses Produkts. Analysten hatten nur 78,65 Milliarden Dollar erwartet. In sämtlichen geografischen Regionen verzeichnete Apple neue Verkaufsrekorde.
Besonders bemerkenswert: In China, wo Apple zuletzt unter Druck lokaler Rivalen stand, explodierten die Verkäufe geradezu. Ein Plus von 38 Prozent auf 25,5 Milliarden Dollar – Experten hatten lediglich 21,3 Milliarden Dollar prognostiziert. Cook bestätigte nicht nur Rekordverkäufe in der Volksrepublik, sondern auch einen zweistelligen Anstieg bei Android-Nutzern, die auf das iPhone 17 umstiegen.
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Lieferengpässe und steigende Kosten
Doch die Erfolgsstory hat auch ihre Schattenseiten. Für das laufende zweite Geschäftsquartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent – deutlich über den von Analysten erwarteten 10 Prozent. Allerdings dämpfte Cook die Euphorie mit einem Hinweis auf Lieferengpässe bei Prozessoren. Der Konzern sei derzeit in der Produktion eingeschränkt, und es sei schwer vorherzusagen, wann sich Angebot und Nachfrage wieder ausbalancieren würden.
Noch bedrohlicher erscheint die Entwicklung bei Speicherchips. Während die Bruttomarge im ersten Quartal mit 48,2 Prozent noch über den Erwartungen lag, warnte Cook für das laufende Quartal vor spürbaren Auswirkungen steigender DRAM-Preise. Samsung und SK Hynix, die zusammen zwei Drittel des DRAM-Marktes kontrollieren, verlagern ihre Produktion massiv in Richtung hochmargiger KI-Chips – auf Kosten konventioneller Speicher für Smartphones und PCs.
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Durchwachsene Performance in anderen Bereichen
Nicht alle Produktkategorien konnten überzeugen. Die Mac-Sparte verfehlte mit 8,39 Milliarden Dollar die Erwartungen von 8,95 Milliarden Dollar. Im Segment Wearables, Home und Zubehör blieb Apple mit 11,49 Milliarden Dollar hinter den prognostizierten 12,04 Milliarden Dollar zurück. Ausgerechnet die neuen AirPods Pro 3 mit Echtzeit-Übersetzungsfunktion waren derart gefragt, dass Apple die Nachfrage nicht bedienen konnte – ein bitterer Beigeschmack beim verpassten Umsatzziel.
Das iPad hingegen überraschte positiv: 8,6 Milliarden Dollar Umsatz übertrafen die Schätzungen von 8,13 Milliarden Dollar. Die Services-Sparte, die Apple Music, iCloud und andere Software-Dienste umfasst, kletterte auf ein Rekordhoch von 30,01 Milliarden Dollar und erfüllte damit nahezu punktgenau die Erwartungen von 30,07 Milliarden Dollar.
Mit einer installierten Basis von mittlerweile 2,5 Milliarden Geräten weltweit hat Apple seine Marktmacht weiter ausgebaut. Auch die Anfang Januar verkündete Partnerschaft mit Google zur Integration von Gemini-KI in Siri unterstreicht die Ambitionen im KI-Bereich – ein Terrain, auf dem der Konzern bislang hinter Wettbewerbern zurücklag.
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