Apple Aktie: Rekordzahlen, aber KI bleibt Schwachstelle

Morgan Stanley sieht Apple als Gewinner in einem schrumpfenden Markt, mit Rekord-Upgrade-Raten und Potenzial durch ein faltbares iPhone. Die KI-Strategie bleibt jedoch eine Herausforderung für die Bewertung.

Apple Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordbereitschaft für iPhone-Upgrades erreicht
  • Potenzial durch faltbares iPhone ab Herbst 2026
  • Android-Hersteller stärker von Chipkrise betroffen
  • Interesse an Apple Intelligence ist gesunken

Morgan Stanley sieht Apple als klaren Gewinner eines sich eintrübenden Smartphone-Markts. Eine neue globale Umfrage des Analysehauses zeigt Rekordwerte bei der iPhone-Upgrade-Bereitschaft — ausgerechnet in einem Jahr, das für die Branche insgesamt schwieriger werden dürfte.

Rekord-Upgrade-Raten und ein Foldable als Joker

Die globale iPhone-Upgrade-Rate erreichte in der Umfrage 37 Prozent — zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und ein historischer Höchststand. Besonders bemerkenswert: In China, einem Markt, der Apple-Investoren zuletzt Sorgen bereitete, stieg die Rate um neun Prozentpunkte auf ebenfalls ein Allzeithoch.

Analyst Erik Woodring, der sein „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 315 US-Dollar bestätigt hat, erwartet, dass Apple der einzige große Smartphone-Hersteller sein wird, der in diesem Jahr Marktanteile gewinnt. Seine iPhone-Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt drei Prozent über dem Marktkonsens — er rechnet mit sechs Prozent Wachstum gegenüber den drei Prozent, die der Markt erwartet.

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Ein weiterer Wachstumstreiber könnte das foldable iPhone sein, das Woodring für Herbst 2026 erwartet. Rund 27 Prozent der globalen iPhone-Nutzer — in China fast 40 Prozent — zeigen starkes Interesse an einem faltbaren Modell. Morgan Stanley kalkuliert, dass Apple damit den globalen Foldables-Markt innerhalb von 18 Monaten verdoppeln und bis zu 40 Milliarden US-Dollar zusätzlichen iPhone-Umsatz im Geschäftsjahr 2027 generieren könnte.

Speicherchip-Krise: Gegenwind für Android, relativer Rückenwind für Apple

Der breitere Smartphone-Markt steht unter erheblichem Druck. Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren bindet enorme Mengen an NAND-Flash- und DRAM-Chips, was die Verfügbarkeit für Konsumenzgeräte einschränkt. Morgan Stanley hat seine globale Smartphone-Absatzprognose für 2026 deshalb von 1,3 auf 1,1 Milliarden Einheiten gesenkt.

Android-Hersteller trifft das härter: Morgan Stanley erwartet dort einen Rückgang der Absätze um 15 Prozent, während Apple mit einem Minus von nur zwei Prozent deutlich besser davonkommen dürfte. Höhere Speicherkosten zwingen Android-Anbieter zu Preiserhöhungen — bei einer Kundschaft, die preissensibler und markentreuer ist als Apples Nutzerbasis.

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Apple selbst bleibt nicht unberührt. NAND-Lieferant Kioxia verhandelt Konditionen nun alle sechs Monate statt wie früher alle paar Jahre. Samsung berechnet für DRAM-Chips inzwischen das Doppelte. Apple reagiert mit einer differenzierten Preisstrategie: Die neuen MacBook-Pro-Modelle kosten 200 US-Dollar mehr als ihre Vorgänger, während die Einstiegspreise für iPhone 17e und iPad Air bei 599 US-Dollar stabil gehalten wurden — um Volumen zu schützen und Marktanteile zu sichern.

KI bleibt das offene Kapitel

Das Bild trübt sich an einer Stelle: Die Umfrage zeigt, dass Interesse und Zahlungsbereitschaft für Apple Intelligence im Jahresvergleich gesunken sind. Das macht das für 2026 geplante Revamp von Apple Intelligence und Siri zu einem kritischen Faktor — nicht nur für die Produktstrategie, sondern auch für die Bewertung an der Börse.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund sechs Prozent verloren und liegt damit deutlich hinter dem S&P 500. Neben Morgan Stanley bleiben auch BofA (Kursziel 320 US-Dollar, Buy) und Bernstein (Outperform, Kursziel 340 US-Dollar) konstruktiv. Das Gesamtbild am Markt: 14 Kaufempfehlungen, neun Halteempfehlungen, eine Verkaufsempfehlung. Der Hardware-Zyklus spricht für Apple — das KI-Narrativ muss 2026 nachliefern.

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