Neuer Chef, erste Bilanz, und die Zahlen schlagen die Erwartungen. Apple hat das vierte Geschäftsquartal unter John Ternus mit einem Umsatz von 114,48 Milliarden Dollar abgeschlossen. Die Aktie gab nachbörslich dennoch zeitweise rund ein Prozent nach.
iPhone und Mac tragen das Quartal
Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,10 Dollar, nach 1,85 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten mit etwa 2,00 Dollar gerechnet. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent.
Das iPhone bleibt der Motor: Die Erlöse legten um gut 17 Prozent auf 57,58 Milliarden Dollar zu, rund eine Milliarde mehr als erwartet. Verantwortlich war die frühe Nachfrage nach den iPhone-18-Pro-Modellen. Der faltbare iPhone Duo war in diesen Zahlen noch gar nicht enthalten. Noch stärker zog das Mac-Geschäft an, das um 24 Prozent auf 10,79 Milliarden Dollar wuchs.
Die Bruttomarge lag bei 47,9 Prozent und damit über den erwarteten 47,5 Prozent. Apple hob die Preise für die iPhone-17-Modelle um 100 Dollar an und verteuerte einzelne MacBooks. Das milderte den Druck durch steigende Speicherchip-Preise, den Ternus klar benannte.
Schwächen bei China, iPad und Wearables
Nicht alles lief rund. In Greater China wuchs der Umsatz um 21 Prozent auf 17,54 Milliarden Dollar, verfehlte aber die Markterwartung von 18,75 Milliarden Dollar. Das iPad schrumpfte um zehn Prozent, die Sparte Wearables, Home und Zubehör sank um 7,9 Prozent. Beide blieben unter den Schätzungen.
Das Servicegeschäft wuchs um 9,8 Prozent auf 31,57 Milliarden Dollar. Das entsprach exakt den Prognosen.
Duo bleibt knapp
Beim iPhone Duo, dem ersten faltbaren Modell des Konzerns, reißt die Knappheit nicht ab. Liefertermine rutschten schon kurz nach dem Verkaufsstart im Oktober in den Januar. Ternus sagte, man könne nicht vorhersagen, wann Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht seien. Berichte über Displayschäden bezeichnete er als Einzelfälle: Ein sehr kleiner Anteil der Geräte sei zurückgegeben und ersetzt worden.
Apple streckt zudem seine Produkteinführungen. Pro- und Duo-Modelle kamen dieses Jahr, weitere iPhones sollen 2027 folgen. Das soll den bisher stark auf das Weihnachtsquartal konzentrierten Umsatzzyklus glätten.
Hohe Erwartungen im Kurs
Die zurückhaltende Reaktion überrascht kaum. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 24,5 Prozent im Plus und hatte erst am Donnerstag ihr Rekordhoch vom 23. Oktober getestet. Am Montag schloss sie bei 338,32 Dollar, 1,8 Prozent tiefer, im nachbörslichen Handel pendelte sie um diese Marke.
Für das Gesamtjahr 2026 meldete Apple einen Gewinn von 8,98 Dollar je Aktie bei 478,83 Milliarden Dollar Umsatz. Beides liegt leicht über den Schätzungen. Der Handel am Dienstag zeigt, ob die China-Lücke oder das iPhone-Plus mehr Gewicht bekommt.
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