Goldman Sachs zieht die Reißleine beim teuren Ausflug ins Privatkundengeschäft. Die US-Investmentbank gibt das Geschäft mit der Apple Card an JPMorgan Chase ab – und streicht damit im vierten Quartal 2025 Rückstellungen von fast 2,1 Milliarden Dollar für mögliche Kreditausfälle. Die Entlastung katapultierte den Quartalsgewinn auf 4,4 Milliarden Dollar, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.
Binnen zwei Jahren soll das gesamte Card-Geschäft zur größten US-Bank JPMorgan wandern. Für Goldman bedeutet das eine Erleichterung von fast 2,5 Milliarden Dollar bei den Krediten. Die Kehrseite der Medaille: JPMorgan musste am Dienstag einen Gewinnrückgang vermelden, weil das Institut die Risikovorsorge im Gegenzug hochfahren musste.
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Rekord im Aktienhandel überdeckt gescheitertes Experiment
Was nach einem klaren Erfolg klingt, entpuppte sich am Markt als Enttäuschung. Die Goldman-Aktie verlor im vorbörslichen NYSE-Handel 1,68 Prozent auf 916,98 Dollar. Die Entlastung bei den Kreditrückstellungen hatte die Bank bereits eine Woche zuvor angekündigt – der Überraschungseffekt blieb aus.
Doch es gibt auch Lichtblicke: Der Handel mit Wertpapieren boomte. Im Aktienhandel nahm Goldman 4,3 Milliarden Dollar ein – ein Viertel mehr als im Vorjahr und ein Rekord, den noch keine Wall-Street-Bank je in einem Quartal erreicht hatte. Die Einnahmen der Investmentbank für Beratung bei Börsengängen und Finanzierungen legten ebenfalls um ein Viertel zu. Selbst der Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen wuchs um zwölf Prozent.
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Rückzug mit klarer Botschaft
Im Gesamtjahr 2025 steigerte Goldman die Erträge um neun Prozent auf 58,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss schnellte um mehr als ein Fünftel auf 16,3 Milliarden Dollar nach oben. Die Aktionäre profitieren: Die Quartalsdividende steigt um 50 Cent auf 4,50 Dollar je Aktie.
Mit dem Abschied von der Apple Card endet ein kostspieliges Kapitel für Goldman Sachs. Der Versuch, normalverdienende Privatkunden zu gewinnen, erwies sich als strategischer Fehltritt. Während für Goldman das Experiment beendet ist, übernimmt JPMorgan ein Geschäft, das nun deren Bilanzen belastet.
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