Morgen, am 30. April, legt Apple seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 vor — und selten war ein Earnings-Call mit so vielen offenen Fragen beladen. Starke Wachstumserwartungen treffen auf Zollrisiken, Komponentenengpässe und eine historische Führungswechsel-Ankündigung.
Was der Markt erwartet
31 Analysten sehen den Quartalsumsatz bei rund 109,7 Milliarden Dollar — ein Plus von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie liegt der Konsens bei 1,95 Dollar, was einem Anstieg von rund 18 Prozent entspricht. Apple selbst hatte für das Quartal ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent in Aussicht gestellt, was eine Bandbreite von knapp 108 bis gut 110 Milliarden Dollar impliziert.
Das Vorquartal lieferte starke Rückendeckung: Apple erzielte im Dezemberquartal einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar und übertraf die EPS-Schätzungen um 6,4 Prozent.
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iPhone und China als Wachstumstreiber
Beim wichtigsten Produktsegment rechnen Analysten mit rund 56,5 Milliarden Dollar iPhone-Umsatz. Rückenwind kommt aus China: Während der chinesische Smartphone-Markt in den ersten neun Wochen des Jahres um rund 4 Prozent schrumpfte, legten iPhone-Verkäufe dort um etwa 23 Prozent zu. Staatliche Subventionsprogramme und frühzeitig gesicherte Lieferverträge mit Zulieferern wie Samsung dürften dabei geholfen haben.
Das Services-Segment entwickelt sich währenddessen zum stillen Ergebnisträger. Bei einem erwarteten Quartalsumsatz von rund 30 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge von über 70 Prozent steuert Services fast die Hälfte des gesamten Bruttogewinns bei — obwohl der Bereich weniger als ein Drittel des Konzernumsatzes ausmacht.
Zölle, Kosten und der Ausblick als eigentlicher Kurstreiber
Die Margenentwicklung bleibt das zentrale Risikothema. Apple absorbierte im Vorquartal 1,4 Milliarden Dollar an Zollkosten. Seither hat der Supreme Court bestimmte Zölle unter dem IEEPA gekippt, neue Untersuchungen nach Section 301 zu chinesischer Fertigung schaffen jedoch neue Unsicherheit. Hinzu kommen steigende Speicherkosten, die CFO Kevan Parekh bereits als wachsenden Gegenwind bezeichnet hatte — und ein Komponentenengpass, dessen Margeneffekt laut Apple im März-Quartal besonders spürbar sein sollte.
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Historisch bewegt weniger das Q2-Ergebnis selbst den Kurs, sondern der Ausblick auf das dritte Quartal. Ein Kommentar, der Beschleunigung in Richtung des iPhone-18-Zyklus signalisiert, könnte die Bewertung neu justieren. Goldman Sachs und Bank of America sehen die Aktie mit Kurszielen von 330 beziehungsweise 325 Dollar als Kaufgelegenheit; der Konsens von 42 Analysten liegt bei 305,81 Dollar — rund 12 Prozent über dem aktuellen Niveau.
CEO-Wechsel als Zusatzfaktor
Noch bevor die Zahlen kommen, hat Apple eine Weichenstellung bekanntgegeben: Tim Cook wird zum 1. September 2026 als Executive Chairman in den Aufsichtsrat wechseln, John Ternus übernimmt als CEO. Die Aktie verlor am Tag der Ankündigung 2,52 Prozent — aktuell notiert sie bei 231,85 Euro, rund 6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Auf dem morgigen Call werden Cook und Parekh gemeinsam Rede und Antwort stehen. Was sie zum Ausblick sagen, dürfte mehr zählen als jede einzelne Zahl im Bericht.
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