Applied Digital zieht derzeit mehr institutionelles Geld an. Mehrere große Investoren haben ihre Positionen ausgebaut oder neu aufgebaut, während die Aktie nach einer starken Laufbewegung wieder etwas zurückkam.
Der Kurs schloss am 29. Mai bei 47,28 US-Dollar und lag damit 4,77 Prozent unter dem Vortag. Zuvor hatte die Aktie mit 50,72 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Der Handel war lebhaft: Rund 21,83 Millionen Aktien wechselten an diesem Tag den Besitzer.
Große Anleger greifen zu
Besonders auffällig ist der hohe institutionelle Anteil. Rund 65,67 Prozent der ausstehenden Aktien liegen inzwischen in den Händen professioneller Investoren. Das spricht für ein hohes Maß an Marktaufmerksamkeit, aber auch für starke Meinungsunterschiede über die Bewertung.
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Zu den jüngsten Käufern zählt BRC Group Holdings Inc. mit einem Zukauf von 495.000 Aktien. Die Position entsprach rund 5,1 Prozent des Portfolios. Knights of Columbus Asset Advisors LLC und Thoroughbred Financial Services LLC stiegen im gleichen Zeitraum ebenfalls neu ein.
Wachstum trifft auf Verluste
Operativ liefert Applied Digital weiter kräftiges Wachstum. Im jüngsten Quartal kletterten die Erlöse auf 108,55 Millionen US-Dollar, ein Plus von 139,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt hatte allerdings mehr erwartet: Der Verlust je Aktie lag bei 0,36 US-Dollar und damit deutlich unter der Konsensschätzung von minus 0,13 US-Dollar.
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Genau hier liegt der Kern des Falls. Das Geschäft wächst schnell, doch der Weg zur Profitabilität bleibt teuer. Parallel dazu stützt die Fantasie rund um langfristige Leasingverträge für KI-Rechenzentren die Aktie. Solche Vereinbarungen können über Jahre Milliardenvolumen erreichen, binden aber auch Kapital und erhöhen den Druck auf die Finanzierung.
Analysten bleiben freundlich
Auch die Analystenseite bleibt überwiegend positiv. Drei Häuser raten zum Kauf, elf sogar zum starken Kauf. Ein Analyst sieht die Aktie bei Halten, einer bei Verkaufen. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Kursziel von 59,11 US-Dollar.
Der Vorstand steht damit zwischen starkem Umsatzwachstum und hohen Investitionsanforderungen. Hinzu kommt, dass Insider in den vergangenen 90 Tagen etwa 35.000 Aktien verkauft haben. Am Markt dürfte deshalb vor allem die Frage im Raum stehen, ob die neuen Verträge das Wachstum in einen belastbaren Cashflow überführen können.
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