Applied Digital balanciert derzeit auf einem schmalen Grat zwischen aggressivem Infrastruktur-Ausbau und einer massiv steigenden Verschuldung. Während der Aktienkurs im letzten Monat um rund 16 Prozent nachgab, treibt das Management den Bau neuer Rechenzentren mit frischem Kapital voran. Das Ziel ist klar: Die Marktführerschaft bei High-Performance-Computing – allerdings ist der Preis dafür eine Bilanz am Limit.
Schuldenberg erreicht neue Dimensionen
Hintergrund der jüngsten Kursbewegung ist eine massive Ausweitung der Kapitalstruktur. Das Unternehmen schloss kürzlich eine Privatplatzierung besicherter Anleihen im Wert von 2,15 Milliarden Dollar ab. Das Kapital, das mit einem Zinssatz von 6,75 Prozent verzinst wird, fließt direkt in den Bau des Rechenzentrum-Campus Polaris Forge 2 in North Dakota. Dort sollen Kapazitäten von 200 Megawatt entstehen.
Durch diese Finanzierungsrunde klettert die Gesamtverschuldung von Applied Digital auf rund 5 Milliarden Dollar. Für das Unternehmen bedeutet dies eine zusätzliche Belastung durch jährliche Zinszahlungen von über 140 Millionen Dollar. Marktbeobachter richten ihr Augenmerk nun verstärkt darauf, ob der operative Cashflow ausreicht, um diesen Schuldendienst langfristig zu leisten.
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Milliarden-Verträge als Puffer
Um die hohe Hebelwirkung auszugleichen, verweist das Unternehmen auf einen beachtlichen Auftragsbestand. Langfristige Mietverträge sollen die künftigen Einnahmen absichern. Ein zentraler Baustein ist ein 15-Jahres-Vertrag über 5 Milliarden Dollar mit einem US-Hyperscaler für den Standort Polaris Forge 2.
Zudem bleibt die Partnerschaft mit dem Anker-Mieter CoreWeave entscheidend. Der erste Campus, Polaris Forge 1, ist für 15 Jahre an CoreWeave vermietet und soll über diesen Zeitraum rund 11 Milliarden Dollar an Umsatz generieren. Da die ersten 100 Megawatt bereits in Betrieb sind, befindet sich das Unternehmen im Übergang von einer reinen Bauphase hin zur aktiven Umsatzgenerierung.
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Fokus auf den 8. April
Die nächste Bewährungsprobe steht am 8. April 2026 an, wenn Applied Digital die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vorlegt. Anleger erwarten dann konkrete Details zum Baufortschritt bei Polaris Forge 1 und 2 sowie erste Umsatzbeiträge aus den neu ans Netz gegangenen Kapazitäten.
Das Management rechnet damit, dass das Mietwachstum in den nächsten 18 bis 24 Monaten deutlich anzieht. Am 8. April entscheiden die Fortschritte bei der Stromverfügbarkeit und der Mieter-Inbetriebnahme über die kurzfristige Liquidität, da jede Verzögerung den Schuldendienst unmittelbar erschweren würde.
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