Applovin verliert den Boden unter den Füßen. Der Ad-Tech-Spezialist setzt seine Talfahrt am Mittwoch fort. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 39 Prozent.
Insider werfen Aktien ab
Die Stimmung leidet unter massiven Insiderverkäufen. In den vergangenen Monaten trennten sich Führungskräfte von Anteilen im Wert von fast 200 Millionen Dollar. Darunter war auch Direktor Maynard Webb. Diese Verkäufe folgten zwar festen Handelsplänen. Dennoch sorgt das Volumen für Nervosität am Markt.
Parallel dazu zogen sich erste institutionelle Anleger zurück. Sowohl Florida Financial Advisors als auch die Baader Bank reduzierten ihre Positionen. Eine aktuelle Analyse der Bank of America verstärkt den Druck. Daten deuten auf eine leichte Abkühlung im wichtigen E-Commerce-Sektor hin.
Rekordmargen gegen Skepsis
Analysten von Benchmark sehen die aktuelle Entwicklung als übertrieben an. Sie bestätigten ihr Kursziel von 775 Dollar. Das entspräche einer massiven Aufwertung gegenüber dem aktuellen Niveau. Die fundamentale Stärke liefert dafür Argumente. Applovin erzielt bereinigte EBITDA-Margen von bis zu 85 Prozent.
Andere Großbanken wie Wells Fargo und Citigroup bleiben ebenfalls positiv gestimmt. Sie setzen auf die neue AXON 2.0 Engine. Diese KI-Software soll das Werbegeschäft effizienter machen. Bisher zweifeln einige Marktteilnehmer jedoch am schnellen Erfolg dieser Technologie.
Technische Gegenbewegung möglich
Die Aktie nähert sich nun charttechnisch extremen Werten. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf 34,1 gefallen. Dies deutet auf einen überverkauften Zustand hin. Eine technische Gegenbewegung wird damit wahrscheinlicher.
Klarheit bringt der August 2026. Dann legt Applovin die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Diese Zahlen werden zeigen, ob die hohen Margen im KI-Wettbewerb Bestand haben. Das Management muss dann beweisen, dass die Wachstumsstory intakt bleibt.
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