Aptiv hat heute mit seinem Ausblick auf das Schlussquartal die Analystenerwartungen verfehlt, obwohl der Quartalsgewinn die Schätzungen übertraf. Medienberichten zufolge setzte die schwächer als erwartete Prognose die Aktie nachbörslich unter Druck. Im heutigen Handel fällt das Papier um 5,6%.
Gewinnprognose unter den Erwartungen
Für das vierte Quartal erwartet Aptiv einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,35–1,55 US-Dollar. Der von Medien berichtete Analystenkonsens lag bei 1,62 US-Dollar und damit oberhalb der gesamten Prognosespanne.
Beim Umsatz stellt das Unternehmen für das Schlussquartal 3,110–3,210 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Aptiv einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,60–5,80 US-Dollar.
Im dritten Quartal 2026 erreichte der Nettoumsatz nach Unternehmensangaben 3,199 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,42 US-Dollar und übertraf damit den berichteten Analystenkonsens von 1,33 US-Dollar.
Der bereinigte Nettogewinn sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 321 Mio. auf 292 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 567 Mio. US-Dollar.
Vorsichtiger Blick auf das kommende Jahr
Medienberichten zufolge berücksichtigt Aptiv in seinem ersten Ausblick auf 2027 zusätzliche Vorsicht angesichts des Automobilumfelds. Als Belastungen wurden dabei Halbleiterinflation und die Schwäche in Europa genannt.
Am 21. Oktober erweiterten Aptiv und NVIDIA ihre Zusammenarbeit für skalierbare automatisierte Fahrfunktionen. Dabei sollen NVIDIA Hyperion und Halos mit Aptivs modularer Rechenarchitektur kombiniert werden. Der offene Ansatz unterstützt auch KI-Modelle von Drittanbietern.
Am Donnerstag kündigte Aptiv außerdem an, auf der Electronica Konnektivitätslösungen für die Strom-, Signal- und Datenverteilung zu präsentieren. Die Messe findet vom 10. bis 13. November in München statt.
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