Arafura Rare Earths hat auf dem Bergbauforum Diggers and Dealers in Kalgoorlie den aktuellen Stand seines Nolans-Projekts vorgestellt. Am Montag präsentierte Vorstandsvorsitzender und CEO Darryl Cuzzubbo unter dem Titel „Nolans Project: Development into Construction“ den Fahrplan für den Übergang von der Entwicklungs- in die Baustufe. Am Dienstag sprach Cuzzubbo zudem mit dem Mining News Network über den anstehenden Baustart in Northern Territory.

Die Aktie reagierte am Berichtstag mit einem Rückgang von 2,8 Prozent auf 0,1368 Euro und liegt damit leicht unter dem Schlusskurs von Mittwoch bei 0,1407 Euro.

Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 16 Prozent, was zeigt, dass der Kurs zuletzt deutlich mehr Schwankung zeigte als über den Monat betrachtet, wo ein Minus von 0,9 Prozent zu Buche steht. Seit Jahresbeginn verliert das Papier 9,7 Prozent und bleibt damit rund 56 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 13. Oktober des Vorjahres.

Baustart im September rückt näher

Der Auftritt in Kalgoorlie fällt in eine entscheidende Phase des Projekts. Arafura rechnet damit, im September mit dem Bau von Nolans zu beginnen – vorbehaltlich weiterer Finanzierungsmeilensteine und Genehmigungen.

Gemeinsam mit dem Engineering-Partner Hatch hat das Unternehmen einen detaillierten Zeitplan für die Bauvorbereitung entwickelt, der den formellen Baustart ab September zum Ziel hat. Die im Juni veröffentlichte Aktualisierung der Projektwirtschaftlichkeit stützt sich laut Unternehmensangaben weiterhin auf unveränderte wesentliche Annahmen.

Der Weg zum Baubeginn wurde im Mai mit der finalen Investitionsentscheidung des Vorstands geebnet. Diese folgte auf verbindliche Cornerstone-Zeichnungsvereinbarungen mit Export Finance Australia, der National Reconstruction Fund Corporation und dem deutschen Fonds für Rohstoffe sowie auf ein verbindliches Abnahme-Termsheet mit Traxys.

Zusammen decken die bindenden Abnahmevereinbarungen 93 Prozent der angepeilten Zielkapazität ab – eine Absicherung, die für die anstehende Bauphase zentral ist.

Kapitalstruktur und Personalwechsel im Blick

Parallel zur operativen Weiterentwicklung hat Arafura im Mai eine zweistufige institutionelle Platzierung über 350 Millionen australische Dollar zu je 0,26 australischen Dollar pro Aktie abgeschlossen.

Die erste Tranche brachte rund 175,5 Millionen australische Dollar ein und wurde Ende Mai abgewickelt, die zweite Tranche von weiteren rund 174,5 Millionen australische Dollar steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre.

Hancock Prospecting beteiligte sich mit 85 Millionen australische Dollar und hält nach Abschluss der Transaktion 17,5 Prozent der Anteile. Im Juli gab das Unternehmen zudem 675.126.287 neue Aktien als erste Tranche der Platzierung aus.

Auch an der Unternehmensspitze steht ein Wechsel bevor: Angela Bigg übernimmt zum 31. August die Position der Chief Financial Officer von Peter Sherrington, der nach fast 18 Jahren im Unternehmen zurücktritt. Bigg ist bereits Mitte Juli gestartet, Sherrington bleibt bis Ende Oktober für die Übergabe an Bord.

Für Anleger bleibt die Gemengelage aus fortschreitender Projektentwicklung und laufender Kapitalbeschaffung entscheidend. Mit einem Abstand von 40 Prozent zum 52-Wochen-Tief vom 26. August des Vorjahres und einer annualisierten Volatilität von 54 Prozent bewegt sich die Aktie weiterhin in einem Umfeld, das stark von den kommenden Finanzierungs- und Baumeilensteinen abhängt.