Der Agrarhändler Archer-Daniels-Midland hat am Dienstag seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die Börse reagiert prompt mit Kursverlusten. Im vorbörslichen Handel sackte der Titel um 4,6 Prozent ab. Was steckt hinter der negativen Reaktion?
Der Übeltäter ist schnell identifiziert: Die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 liegt unter den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 3,60 und 4,25 Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne liegt damit knapp unter der Konsensschätzung von 4,24 Dollar, die zwölf Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.
Politisches Vakuum bremst das Geschäft
Doch was drückt auf die Margen? Die Antwort liegt in Washington. Die Trump-Administration schiebt eine wichtige Entscheidung zur Biokraftstoff-Politik vor sich her. Ursprünglich für Ende Oktober 2025 erwartet, sollen die Beimischungsquoten für 2026 nun erst Anfang März festgelegt werden.
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Diese Verzögerung trifft ADM empfindlich. Ohne klare Vorgaben zu den Beimischungsquoten für erneuerbare Kraftstoffe halten sich Abnehmer mit Bestellungen zurück. Die Folge: Weniger Nachfrage nach Rohstoffen wie Sojaöl, das ADM in seinen Anlagen verarbeitet. Das größte Segment des Konzerns – landwirtschaftliche Dienstleistungen und Ölsaaten – meldete für das vergangene Quartal einen Gewinneinbruch von 31 Prozent auf 444 Millionen Dollar.
Zahlen unter Druck
Die Gesamtentwicklung im vierten Quartal zeichnet ein ähnliches Bild. Der Nettogewinn fiel auf 456 Millionen Dollar, verglichen mit 567 Millionen Dollar im Vorjahr. Je Aktie bedeutet das 0,94 Dollar statt 1,17 Dollar. Bereinigt um Sondereffekte liegt das Ergebnis bei 0,87 Dollar je Aktie.
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Auch beim Umsatz zeigt der Trend nach unten: Mit 18,56 Milliarden Dollar verzeichnete ADM einen Rückgang von knapp 14 Prozent gegenüber den 21,50 Milliarden Dollar des Vorjahresquartals.
Immerhin: Dividende steigt
Eine positive Nachricht gibt es dennoch. Der Verwaltungsrat erhöhte die vierteljährliche Dividende um zwei Prozent auf 52 Cents je Aktie. Die Ausschüttung erfolgt am 10. März 2026 an alle Aktionäre, die am 17. Februar im Aktienregister eingetragen sind.
Ob diese Geste die enttäuschten Anleger besänftigen kann, bleibt abzuwarten. Solange die Unsicherheit in der Biokraftstoff-Politik anhält, dürfte ADM weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben.
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