Aritzia Aktie: Milliarden-Durchbruch!

Der kanadische Modehändler Aritzia übertrifft im dritten Quartal alle Erwartungen und erreicht erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar. Analysten heben das Kursziel massiv an.

Aritzia Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz wächst um 43 Prozent auf über eine Milliarde CAD
  • Kursziel wird von Analysten um 35 Prozent angehoben
  • US-Geschäft und neue App treiben das Wachstum an
  • Unternehmensziel für 2027 wird ein Jahr früher erreicht

Der kanadische Fashion-Retailer Aritzia schreibt Unternehmensgeschichte: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 knackte das Unternehmen erstmals die Milliarden-Dollar-Marke beim Umsatz. Mit 1,04 Milliarden CAD übertraf die Firma die eigenen Erwartungen deutlich – ein Wachstum von 43% gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie reagierte prompt und notiert derzeit bei 123,8 CAD, nahe dem 52-Wochen-Hoch von 126,02 CAD.

Analysten drehen massiv auf

Truist Securities zog die Konsequenzen aus der Performance und hob das Kursziel radikal von 116 auf 157 CAD an – ein Sprung von über 35%. Die Begründung: Aritzia gehöre zu den „am besten positionierten Modeunternehmen“ aktuell. Neun Analysten haben ihre Gewinnschätzungen nach oben korrigiert, der Konsens lautet klar „Buy“.

Was steckt hinter dieser Euphorie? Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Der Bruttogewinn kletterte um 43,6% auf 478,9 Millionen CAD, während die Bruttomarge um 30 Basispunkte auf 46% zulegte. Der Nettogewinn schoss sogar um 87,5% nach oben – auf 138,9 Millionen CAD. Besonders beeindruckend: Der Free Cashflow explodierte um 175,3% auf 286,3 Millionen CAD.

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US-Expansion zeigt volle Wirkung

Der eigentliche Treiber sitzt südlich der Grenze. In den USA legte der Umsatz um satte 54% zu – und das bei einem bereits hohen Niveau. Die erst Ende Oktober gestartete Mobile App wurde zum Volltreffer: 1,4 Millionen Downloads in kürzester Zeit, Platz 1 im gesamten App Store am ersten Tag. In Kanada verdrängte die Anwendung sogar ChatGPT von der Spitze der Shopping-Apps – für neun Tage am Stück.

Doch Aritzia setzt nicht nur auf Digital. Die physische Expansion läuft auf Hochtouren: Im November eröffnete der Retailer seinen dritten New Yorker Flagship-Store im Flatiron District – fast doppelt so groß wie das Original von 2015. Aktuell betreibt das Unternehmen 139 Boutiquen in Nordamerika, davon 71 in den USA. Die neuen Stores erreichen ihre Amortisation in unter 12 Monaten – deutlich schneller als die angestrebten 12-18 Monate.

Rekord-Saison über Black Friday

Die Dynamik zieht sich durch ins vierte Quartal. Am Black Friday brachen fast 60% aller Boutiquen ihre bisherigen Tagesumsatzrekorde. Sowohl im stationären Handel als auch online wurden Allzeithochs erreicht – und das bei gleichzeitig niedrigeren Rabatten als im Vorjahr.

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Für das Gesamtjahr 2026 hebt Aritzia die Prognose auf 3,615 bis 3,64 Milliarden CAD an – das entspricht einem Wachstum von 32-33%. Das ursprünglich für 2027 gesetzte Umsatzziel wird damit ein Jahr früher erreicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 16,5 und 17% landen, trotz 280 Basispunkten Druck durch Zölle und den Wegfall der De-Minimis-Regelung.

Bargeld im Überfluss

Mit 620,5 Millionen CAD Cash und null Schulden steht Aritzia finanziell blendend da. Die Kreditlinie über 300 Millionen CAD bleibt ungenutzt. Das Management prüft derzeit die Kapitalallokationsstrategie – zwischen Mai und November kaufte man bereits 473.700 eigene Aktien für 41,3 Millionen CAD zurück.

Für 2027 plant das Unternehmen 12-14 neue Boutiquen, alle in den USA, sowie vier bis fünf Umbauten bestehender Standorte. Das entspricht einem Flächenwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich. CEO Jennifer Wong sieht langfristig Potenzial für 180-200 oder sogar mehr als 200 US-Standorte – aktuell sind es erst 72. Ein riesiger Hebel für weiteres Wachstum.

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Über Dieter Jaworski 1179 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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