Arm Holdings beendet die Handelswoche mit einem versöhnlichen Abschluss. Die Aktie des Chip-Entwicklers legte am Freitag um 4,53 Prozent auf 288,50 Euro zu. Doch der Blick auf den Monatschart zeigt ein anderes Bild: 18,73 Prozent Minus in den letzten 30 Handelstagen. Der Abstand zum Juni-Hoch von 393,50 Euro beträgt inzwischen rund 27 Prozent.
Die Stimmung im KI-Sektor bleibt angespannt. Nach einer Rallye im ersten Halbjahr haben Anleger ihre Erwartungen an die langfristigen Investitionen in KI-Infrastruktur neu kalibriert. Die Folge: breite Verkäufe bei Halbleiterwerten. Arm traf es besonders hart.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der jüngsten Kursverluste bewerten 27 Analysten die Aktie mehrheitlich positiv. 19 raten zum Kauf, sieben zu halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 279 Euro. Damit notiert die Aktie nur knapp über der Analystenschätzung – Luft nach oben ist da.
Der Relative-Stärke-Index von 47,1 deutet auf eine Seitwärtsbewegung hin. Weder überkauft noch überverkauft. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 266,52 Euro bleibt als Unterstützung intakt. 8,25 Prozent darüber handelt die Aktie derzeit.
Management setzt auf KI-Wachstum
CEO Rene Haas sieht den Chip-Architekten optimal positioniert. Für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 prognostiziert er eine Nachfrage nach KI-fähigen CPUs von über zwei Milliarden Dollar. Große Rechenzentrumsbetreiber setzen zunehmend auf Arm-Designs, um Energieeffizienz und Leistung zu optimieren.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet CFO Jason Child einen Umsatz von rund 1,26 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 0,40 Dollar liegen. Die vollständigen Zahlen erscheinen voraussichtlich Ende Juli.
Die entscheidende Frage für die kommende Woche: Stabilisiert sich der Markt für Technologieaktien? Dann könnte Arm von seinem aktuellen Niveau aus zulegen. Bleibt der Druck hoch, droht ein Test der 260-Euro-Marke. Der Auslöser dürften die bald startende US-Berichtssaison und die Signale zur weiteren KI-Nachfrage sein.
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