Arm Holdings reitet auf der KI-Welle zu immer neuen Rekorden. Während Analysten ihre Kursziele nach oben schrauben, nutzt das Management das hohe Niveau für erste Verkäufe. Das sorgt für Gesprächsstoff an einem volatilen Handelstag.
Gewinnmitnahmen in der Führungsetage
Die Chief Accounting Officer Laura Bartels trennte sich jüngst von 11.306 Anteilen des britischen Chip-Designers. Der Verkauf fällt in eine Phase extremer Kurssteigerungen. Seit Jahresbeginn kletterte der Wert des Unternehmens um rund 227 Prozent.
Aktuell notiert die Aktie bei 320,50 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von etwa 5,5 Prozent. Damit entfernt sich das Papier weiter von seinem Rekordhoch bei 368 Euro, das erst vor wenigen Tagen erreicht wurde.
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Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Investmentbank Mizuho reagierte derweil auf die operative Dynamik. Sie hob das Kursziel für Arm von 425 auf 500 US-Dollar an. Die Experten setzen darauf, dass der Konzern seine dominante Stellung bei Chip-Architekturen erfolgreich in den KI-Sektor überträgt.
CEO Rene Haas untermauerte diesen Optimismus kürzlich. Er geht davon aus, das Umsatz-Etappenziel von 15 Milliarden Dollar für hauseigene Chips schneller als geplant zu erreichen. Die Nachfrage nach Infrastruktur für Rechenzentren treibt diese Entwicklung voran.
Besonders die neue AGI-CPU für KI-Anwendungen verzeichnete zuletzt einen massiven Zuspruch. Das Auftragsvolumen in diesem Segment verdoppelte sich innerhalb kurzer Zeit auf zwei Milliarden Dollar. Arm profitiert hier von seiner Lizenzstrategie für hocheffiziente Prozessoren.
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Rekordzahlen stützen die Bewertung
Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Arm einen Rekordumsatz von 1,49 Milliarden Dollar. Auf Jahressicht summierten sich die Erlöse auf knapp fünf Milliarden Dollar.
Zum Stichtag Ende März verfügte der Konzern über liquide Mittel von 2,8 Milliarden Dollar. Diese Kapitalstärke ermöglicht weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Der Markt bewertet das Unternehmen dennoch mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber der Konkurrenz.
Der Fokus liegt nun auf der Skalierung der AGI-CPU-Produktion. Nur so lassen sich die ehrgeizigen Umsatzziele für das laufende Jahr sicher erreichen.
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