Der Chipdesigner Arm Holdings enttäuschte mit seinen Quartalszahlen. Die Aktie stürzte nachbörslich um über acht Prozent ab und fiel unter die Marke von 100 Dollar – der niedrigste Stand seit April 2025. Auf Jahressicht haben die Papiere mittlerweile 40 Prozent an Wert verloren.
Lizenzeinnahmen verfehlen Erwartungen
Im dritten Geschäftsquartal steigerte Arm die Lizenzerlöse um 25 Prozent auf 505 Millionen Dollar. Klingt zunächst solide – doch Analysten hatten mit rund 520 Millionen Dollar gerechnet. Gerade bei den Lizenzeinnahmen, die aus Vorabgebühren für den Zugang zur Technologie bestehen, hatten Investoren mehr erwartet. Das gilt besonders vor dem Hintergrund, dass Arm aktiv für seine neueste Chip-Technologie wirbt, die mit höheren Lizenzkosten einhergeht.
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Der Gesamtumsatz lag bei 1,24 Milliarden Dollar und übertraf damit leicht die Schätzungen von 1,22 Milliarden Dollar. Die Royalty-Einnahmen, die Arm für jeden ausgelieferten Chip mit seiner Technologie erhält, kletterten um 27 Prozent auf 737 Millionen Dollar – hier lag das Unternehmen über den Erwartungen von 707,9 Millionen Dollar.
Ausblick kann Investoren nicht überzeugen
Für das vierte Quartal prognostiziert Arm einen Umsatz von 1,47 Milliarden Dollar, was über der Analystenschätzung von 1,44 Milliarden Dollar liegt. Dennoch reichte dieser Ausblick nicht aus, um die Stimmung zu drehen. Die verfehlten Lizenzeinnahmen wecken bei Anlegern Zweifel, ob das kurzfristige Wachstum tatsächlich so dynamisch ausfällt wie erhofft.
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CEO Rene Haas zeigt sich hingegen optimistisch: KI-Agenten – Softwareprogramme, die eigenständig Aufgaben online und auf PCs erledigen – werden nach seiner Einschätzung die Verkäufe auf absehbare Zeit beflügeln. „Es ist kein Ende in Sicht“, so Haas im Interview. Große Tech-Konzerne wie Nvidia setzen mit ihrer Grace-CPU auf Arms Architektur für KI-fokussierte Server-Chips. Die energieeffizienten Designs sind besonders für Rechenzentrumsbetreiber attraktiv, die ihre explodierenden Energiekosten und die Hitzeentwicklung beim Betrieb massiver KI-Modelle im Griff behalten müssen.
Ob diese langfristige Perspektive ausreicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Zunächst müssen die Briten zeigen, dass sie ihr Versprechen höherer Lizenzeinnahmen auch einlösen können.
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