Mizuho setzt ein deutliches Zeichen. Die US-Bank hat das Kursziel für Arm Holdings drastisch nach oben geschraubt – von 425 auf 500 US-Dollar. Die Begründung: Die AGI-CPU-Plattform des Chip-Entwicklers gewinnt an Fahrt.
Große Namen wie Oracle und ByteDance setzen bereits auf die Technologie. Mizuho rechnet zudem damit, dass Arm schon Ende 2026 oder Anfang 2027 eine eigene KI-ASIC-Technologie auf den Markt bringen könnte. Das Potenzial ist enorm: Analysten taxieren den Markt dafür auf über eine Billion Dollar. Die Erlöse aus der AGI-CPU-Sparte könnten bis zum Geschäftsjahr 2031 auf rund 20 Milliarden Dollar steigen.
Kurs erholt sich – Volatilität bleibt hoch
Die Aktie notiert aktuell bei 310,50 Euro – ein Plus von 3,5 Prozent am Dienstag. Seit Jahresbeginn beträgt der Gewinn beeindruckende 217 Prozent. Allerdings: Der Kurs liegt gut 15 Prozent unter dem Rekordhoch von 368 Euro, das erst Anfang Juni erreicht wurde.
Die Schwankungen sind extrem. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 110 Prozent. Der RSI von 63,4 deutet auf eine moderate Stärke hin. Anleger wägen ab zwischen den ambitionierten Hardware-Plänen und den Risiken durch Exportkontrollen und Handelskonflikte.
Großbritannien investiert in KI-Infrastruktur
Der Fokus auf KI-Hardware ist kein Einzelfall. Die britische Regierung hat kürzlich 1,1 Milliarden Pfund für nationale KI-Kapazitäten angekündigt – inklusive Supercomputer-Infrastruktur. Für Arm als britisches Unternehmen könnte das zusätzliche Impulse bringen.
Die Stimmung der Analysten ist positiv. Mizuho bestätigt das „Outperform“-Rating. Die These: Arm-Architekturen werden in den nächsten Jahren zum Standard in Rechenzentren und AGI-Infrastruktur. Das langfristige Potenzial wiegt schwerer als kurzfristige Rücksetzer.
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