Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen braut sich über dem Anlagenbauer ein politischer Sturm zusammen. Während Analysten für das erste Jahresviertel solides Wachstum erwarten, droht aus Washington ein massiver Eingriff in das lukrative China-Geschäft. Der geplante „MATCH Act“ könnte weit mehr als nur den Verkauf neuer Maschinen stoppen.
Das DUV-Geschäft im Fadenkreuz
Bisher zielten US-Sanktionen vor allem auf die modernsten EUV-Lithografiesysteme ab. Der kürzlich im Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzentwurf weitet den Fokus nun drastisch aus. Künftig soll auch der Verkauf älterer DUV-Anlagen an chinesische Chiphersteller wie SMIC, Huawei oder YMTC verboten werden. Das trifft den Konzern empfindlich. Im Jahr 2025 machte China noch 33 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Analysten schätzen den potenziellen Schaden durch die neuen Restriktionen auf rund fünf Prozent der Konzernerlöse, da die betroffenen DUV-Maschinen einen signifikanten Teil des Asien-Geschäfts ausmachen.
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Besonders brisant ist die Reichweite der geplanten Regulierung. Das Gesetz zielt nicht nur auf neue Hardware ab. Es würde verbündeten Unternehmen aus den Niederlanden und Japan auch untersagen, Wartungsarbeiten oder Upgrades für bereits in China laufende Maschinen durchzuführen. Den Verbündeten bliebe ein Zeitfenster von 150 Tagen, um ihre nationalen Regeln an die US-Vorgaben anzupassen.
Solide Zahlen treffen auf politische Risiken
Inmitten dieser geopolitischen Spannungen blickt der Markt gespannt auf die anstehenden Geschäftszahlen. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro. Optionen am Terminmarkt deuten auf mögliche Kursschwankungen von bis zu fünf Prozent nach der Zahlenvorlage hin. Die Aktie, die auf Jahressicht bereits 112 Prozent zulegen konnte, ging am Montag bei 1.260,40 Euro aus dem Handel. Anleger honorieren dabei auch die fortgesetzten Aktienrückkäufe im Wert von zuletzt knapp 98 Millionen Euro.
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Neben den Quartalszahlen stehen in den kommenden Tagen weitere wichtige Termine an:
– 15. April: Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse und Investor Call
– 22. April: Hauptversammlung in Veldhoven mit Wahl des neuen CTO Marco Pieters
– 24. April: Auszahlung der vorgeschlagenen Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie
Trotz der kurzfristigen legislativen Unsicherheiten hält das Management an den langfristigen Zielen fest. Der durch Künstliche Intelligenz getriebene Bedarf an komplexen Chips bleibt intakt. Bis 2030 peilt ASML weiterhin einen Jahresumsatz von bis zu 60 Milliarden Euro bei Bruttomargen von bis zu 60 Prozent an. Das US-Gesetzgebungsverfahren steht erst am Anfang, markiert aber einen klaren politischen Konsens im Technologie-Wettstreit mit Peking.
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