ASML Aktie: Gelungene Umsetzung!

ASML steigert die Leistung seiner EUV-Lichtquelle und meldet Rekordumsatz. Der technische Vorsprung soll die Wettbewerbsposition trotz neuer Konkurrenz festigen.

ASML Aktie
Kurz & knapp:
  • EUV-Leistung von 600 auf 1.000 Watt erhöht
  • Rekordwerte bei Umsatz, Gewinn und Auftragsbestand
  • Neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 12 Mrd. Euro
  • Wettbewerb durch US-Start-ups und chinesische Programme

ASML legt gleich doppelt nach: Ein Durchbruch bei der EUV-Lichtquelle soll die Chipfertigung deutlich effizienter machen, und der neue Jahresbericht untermauert, wie stark die Nachfrage zuletzt war. Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt: Wie viel Vorsprung kann sich ASML mit dem nächsten EUV-Leistungssprung langfristig sichern?

1.000 Watt EUV – warum das wichtig ist

In den US-Forschungsstätten nahe San Diego hat ASML die Leistung der EUV-Lichtquelle in seinen Lithografie-Systemen von 600 auf 1.000 Watt erhöht. Technisch erreicht das Unternehmen den Sprung, indem deutlich mehr Zinntröpfchen pro Sekunde durch die Kammer geschossen und dann mit zwei kleineren Laserimpulsen zu Plasma geformt werden. Das erzeugt EUV-Licht, das anschließend über hochpräzise Optik von Carl Zeiss AG eingesammelt wird.

Der Nutzen ist für Chipproduzenten handfest: Mehr EUV-Leistung verkürzt die Belichtungszeit. Das erhöht den Durchsatz und drückt die Stückkosten – ein zentraler Hebel, wenn Fabriken ihre Kapazitäten für KI- und High-Performance-Chips ausbauen.

ASML rechnet laut Aussagen aus dem Umfeld der NXE-EUV-Linie damit, dass Kunden bis zum Ende des Jahrzehnts etwa 330 Wafer pro Stunde verarbeiten könnten, gegenüber rund 220 heute. Zudem sieht das Unternehmen einen klaren Pfad zu 1.500 Watt und perspektivisch keine grundlegende technische Hürde für 2.000 Watt.

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Wettbewerb, Politik – und der Versuch, Alternativen zu bauen

Der Zeitpunkt der Meldung ist nicht zufällig. In den USA arbeiten Start-ups wie Substrate und xLight an EUV-Alternativen und haben dafür laut Berichten hunderte Millionen Dollar eingesammelt; xLight erhielt demnach auch staatliche Unterstützung. Parallel treibt China nationale Programme voran, um eigenes Chip-Equipment aufzubauen – auch als Reaktion auf Exportbeschränkungen, die Auslieferungen bestimmter ASML-Systeme erschweren.

Mit dem Fortschritt beim technisch anspruchsvollsten Bauteil der EUV-Systeme versucht ASML, den Abstand weiter auszubauen. Denn kommerzielle EUV-Lithografie kommt derzeit faktisch von einem Anbieter – und genau darauf sind die führenden Halbleiterhersteller angewiesen.

Rekordjahr 2025 – und viel Auftragspolster

Der am Dienstag veröffentlichte Annual Report für 2025 zeichnet ein Rekordjahr nach und betont den KI-Boom als wichtigsten Nachfragetreiber. Untermauert wird das durch zentrale Kennzahlen: 32,7 Mrd. Euro Umsatz, 9,6 Mrd. Euro Nettogewinn und eine Bruttomarge von 52,8%. Gleichzeitig investierte ASML 4,7 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung.

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Besonders aussagekräftig: Die Nettoaufträge im vierten Quartal lagen bei 13,2 Mrd. Euro, davon 7,4 Mrd. Euro aus EUV-Systemen. Der Auftragsbestand zum Jahresende summierte sich auf 38,8 Mrd. Euro – ein dickes Polster, das die Visibilität für die kommenden Quartale erhöht. Für 2026 stellt ASML 34 bis 39 Mrd. Euro Umsatz in Aussicht; für das erste Quartal werden 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro erwartet. Dazu kommen ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 12 Mrd. Euro bis Ende 2028 und eine Gesamtdividende für 2025 von 7,50 Euro je Aktie.

Am Donnerstag steht die Aktie bei 1.215,00 Euro und damit deutlich unter dem gestrigen Schlusskurs – ein Rücksetzer, der die kurzfristige Nervosität trotz starker mittelfristiger Entwicklung zeigt.

Zum Taktgeber für die nächsten Monate dürfte werden, wie schnell der 1.000-Watt-Fortschritt in die Kundensysteme und in messbar höhere Ausbringung übersetzt wird – und ob ASML seine Umsatzspanne für 2026 vor diesem Hintergrund im Jahresverlauf eher am oberen Ende bestätigt.

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