ASML hebt die Jahresprognose deutlich an. Ein gigantischer Auftrag aus Südkorea füllt die Auftragsbücher. Dennoch reagiert der Markt verhalten auf die jüngsten Quartalszahlen. Ein schwacher Ausblick auf das zweite Quartal und geopolitische Risiken überschatten die Rekordmeldungen.
KI-Boom treibt das Geschäft
Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro. Damit übertraf der Anlagenbauer die Analystenschätzungen von 8,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.
Ein historischer Wendepunkt zeigt sich bei den Systemverkäufen. KI-Prozessoren benötigen massenhaft leistungsstarken Speicher (HBM). Die Folge: Erstmals machten Anlagen für Speicherchips mit 51 Prozent den Großteil der Verkäufe aus. SK Hynix unterstreicht diesen Trend eindrucksvoll. Der südkoreanische Chiphersteller platzierte einen Rekordauftrag für EUV-Systeme im Wert von fast acht Milliarden Euro.
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Schatten über dem zweiten Quartal
Trotz der angehobenen Jahresprognose auf bis zu 40 Milliarden Euro gab die Aktie nach. Die Ursache liegt im schwachen Ausblick für das laufende zweite Quartal. ASML rechnet hier nur mit Erlösen zwischen 8,4 und 9,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert verfehlt die Markterwartungen leicht.
Der Kursrutsch spiegelt diese kurzfristige Enttäuschung wider. Aktuell notiert das Papier bei rund 1.204 Euro. Auf Jahressicht steht zwar noch ein massives Plus von über 115 Prozent auf der Kurstafel. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 1.295 Euro zeigt jedoch die jüngste Abkühlung.
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Exportkontrollen belasten
Ein weiteres Problemfeld bleibt das Geschäft in China. Der Umsatzanteil aus der Volksrepublik fiel im ersten Quartal auf 19 Prozent. Vor 18 Monaten lag dieser Wert noch bei über 35 Prozent. Finanzchef Roger Dassen warnt vor möglichen neuen US-Exportkontrollen durch den sogenannten MATCH Act. Analysten befürchten spürbare Folgen. Diese Regularien könnten sieben bis zehn Prozent des Gesamtumsatzes gefährden.
CEO Christophe Fouquet spricht von kurzfristigen Luftlöchern bei den Auslieferungen. Langfristig rüstet sich ASML jedoch für einen massiven Kapazitätsausbau. Das Unternehmen plant die Produktion von mindestens 60 Low-NA EUV-Systemen im laufenden Jahr. Im kommenden Jahr soll diese Zahl auf über 80 Einheiten steigen. Die anhaltenden Investitionen in KI-Infrastruktur sorgen aktuell für einen klaren Nachfrageüberhang. Um diesen Auftragsstau abzuarbeiten, muss ASML die geplante Produktionssteigerung im Jahr 2027 nun fehlerfrei umsetzen.
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