ASML Aktie: Quartalszahlen im Fokus

ASML präsentiert Quartalszahlen vor dem Hintergrund eines Rekord-Backlogs, Analysten-Herabstufungen und Unsicherheiten im China-Geschäft. Die Auftragsumwandlung und der Hochlauf der High-NA-EUV-Technologie stehen im Fokus.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordauftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro
  • Aktienkurs verliert rund 13,5 Prozent
  • Mehrere Analysten stufen ASML herab
  • SK Hynix bestellt EUV-Maschinen für 8 Mrd. USD

Am 15. April öffnet ASML die Bücher für das erste Quartal 2026 — und die Erwartungen könnten kaum gemischter sein. Einem Rekordauftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro stehen ein fallender Aktienkurs, mehrere Analysten-Herabstufungen und wachsende Unsicherheit über den China-Anteil gegenüber.

Was der Markt am 15. April sehen will

ASML selbst hat für Q1 2026 einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Der Konsens liegt am unteren Ende dieser Spanne, der EPS-Schätzung steht bei 7,67 US-Dollar.

Entscheidend wird weniger die Umsatzzahl selbst sein als die Auftragsumwandlungsrate: Wie schnell lässt sich der riesige Backlog in tatsächlich ausgelieferte Systeme und damit in gebuchten Umsatz überführen? Dazu kommt die Frage, wie stark der Rückgang des China-Geschäfts — zuletzt rund 29 Prozent des Jahresumsatzes 2025 — durch Kunden in Taiwan, Südkorea und den USA aufgefangen werden kann.

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Ein weiterer Blickpunkt: der Hochlauf der High-NA-EUV-Technologie. Intel hat die EXE:5200-Maschine für die Hochvolumenfertigung abgenommen, und ab 2027 soll die kommerzielle Produktion anlaufen. Das könnte einen neuen Investitionszyklus bei Logik- und Speicherchips anstoßen.

Gegenläufige Signale

Der Aktienkurs steht unter Druck. In den vergangenen vier Wochen verlor das Papier rund 13,5 Prozent, unter anderem ausgelöst durch einen angekündigten Stellenabbau von 1.700 Stellen, der Ende März zu einem Mitarbeiterstreik führte. Santander, Barclays, Mizuho, Erste Group und Morgan Stanley stuften die Aktie daraufhin herab und verwiesen auf Vorsicht beim Umsatzwachstum 2026.

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Auf der anderen Seite steht ein Signal, das kaum zu übersehen ist: SK Hynix hat einen Auftrag über rund 8 Milliarden US-Dollar für EUV-Maschinen bekannt gegeben — die größte öffentlich bekannte Einzelbestellung eines ASML-Kunden überhaupt. Bernstein-Analyst David Dao schätzt, dass der Auftrag etwa 30 Maschinen umfasst, die für die Produktion von Hochbandbreiten-Speicher für KI-Anwendungen bestimmt sind.

Termine und langfristige Ziele

Nach den Quartalszahlen folgt am 22. April die Hauptversammlung in Veldhoven. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Billigung des Jahresabschlusses 2025 sowie personelle Entscheidungen: Marco Pieters soll als neuer CTO bestellt werden, CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury sollen für weitere Amtszeiten wiedergewählt werden. Am 24. April wird eine Bardividende von 2,70 Euro je Aktie ausgezahlt.

An den langfristigen Zielen hält das Management fest: Bis 2030 peilt ASML einen Umsatz von 44 bis 60 Milliarden Euro an, bei Bruttomargen von 56 bis 60 Prozent. Rückenwind kommt dabei auch von steigenden Wafer-Anforderungen bei Nvidia-Produkten — von derzeit rund 2,5 auf voraussichtlich 10 Wafer je Chip bis 2027. Im abgelaufenen Jahr erwirtschaftete ASML einen freien Cashflow von 11,1 Milliarden Euro und schloss das Jahr mit einer Nettoliquidität von rund 8,6 Milliarden Euro ab.

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