Innerhalb von zwei Wochen stehen für ASML-Aktionäre gleich mehrere wichtige Termine an: Quartalszahlen, Hauptversammlung und eine Dividendenentscheidung. Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie zuletzt merklich unter Druck geraten ist.

Aktienrückkauf läuft planmäßig

Das im Januar 2026 gestartete Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro läuft kontinuierlich weiter. In der Woche vom 30. März bis 2. April erwarb ASML knapp 88.000 eigene Aktien für rund 100 Millionen Euro. Die zurückgekauften Anteile sollen — abzüglich jener für Mitarbeiterprogramme — eingezogen werden.

Q1-Zahlen am 15. April

Am 15. April präsentieren CEO Christophe Fouquet und CFO Roger Dassen die Ergebnisse des ersten Quartals. Das eigene Umsatzziel liegt zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro, die angestrebte Bruttomarge zwischen 51 und 53 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management Erlöse von 34 bis 39 Milliarden Euro an.

Die Zahlen erscheinen vor einem belasteten Hintergrund. Zuletzt verlor die Aktie rund 13,5 Prozent — ausgelöst durch die Ankündigung von 1.700 Stellenstreichungen, die Ende März Streiks auslösten. Am Dienstag folgte ein weiteres Minus von 2,6 Prozent, nachdem eine parteiübergreifende Gruppe US-amerikanischer Abgeordneter einen Gesetzesentwurf einbrachte, der Exportbeschränkungen auf weniger fortschrittliche Chipfertigungsanlagen ausweiten könnte — also genau jene Maschinen, die chinesische Hersteller bislang noch beziehen durften.

Starke Auftragslage als Gegengewicht

Trotz der kurzfristigen Belastungen bleibt die Nachfrageseite robust. SK Hynix bestellte im März EUV-Anlagen im Wert von rund 8 Milliarden US-Dollar — die größte einzelne EUV-Bestellung, die je öffentlich bekannt wurde. Bernstein-Analyst David Dao schätzt, dass die Order etwa 30 Maschinen umfasst, die für die Produktion von High-Bandwidth-Memory für KI-Anwendungen eingesetzt werden sollen.

Im Gesamtjahr 2025 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 32,7 Milliarden Euro — ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2024. Der Gewinn je Aktie stieg um 28,5 Prozent auf 24,73 Euro. Langfristig hält das Management an einem Umsatzziel von 44 bis 60 Milliarden Euro bis 2030 fest, bei Bruttomargen von 56 bis 60 Prozent.

Hauptversammlung und Schlussdividende

Am 22. April findet die Hauptversammlung in Veldhoven statt. Auf der Agenda steht unter anderem die Ernennung von Marco Pieters zum Chief Technology Officer sowie die Wiederwahl von CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury. Zudem soll die Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie beschlossen werden — nach drei Abschlagszahlungen von je 1,60 Euro ergibt sich eine Gesamtdividende von 7,50 Euro für 2025, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Ex-Dividendentag an der Euronext ist der 24. April, die Auszahlung erfolgt am 5. Mai.