ASML Aktie: Vor dem großen Test

ASML präsentiert am 15. April Q1-Ergebnisse mit erwartetem Umsatzwachstum, während ein neues US-Gesetz die China-Geschäfte des Chipmaschinenherstellers gefährdet.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • Erwartetes Umsatzplus von 14 bis 15 Prozent
  • US-Gesetz bedroht wichtige China-Lieferungen
  • Aktienrückkäufe und höhere Dividende laufen
  • Langfristige Umsatzziele bis 2030 bestätigt

Am 15. April öffnet ASML die Bücher für das erste Quartal 2026 — und die Erwartungen sind hoch. Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent und einem EPS-Anstieg von 13 Prozent. Gleichzeitig drückt ein neues US-Gesetz auf die Stimmung.

Der MATCH Act und das China-Risiko

Das zentrale Thema vor den Quartalszahlen ist legislativer Natur. Der am 2. April im US-Repräsentantenhaus eingebrachte MATCH Act würde nicht nur Hochleistungsgeräte für die Chipfertigung betreffen, sondern explizit auch ältere DUV-Immersionsanlagen und deren Wartung — genau jene Produkte, die ASML noch nach China liefern darf.

China war 2025 ASMLs größter Einzelmarkt mit einem Umsatzanteil von 33 Prozent. Für 2026 wird dieser Anteil auf rund 20 Prozent sinken. Ben Barringer von Quilter Cheviot schätzt den direkten Umsatzeffekt des MATCH Act auf etwa 5 Prozent — ein überschaubarer, aber nicht zu ignorierender Schaden. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande geht einen Schritt weiter: Er sieht ein EPS-Risiko von bis zu 10 Prozent, sollte die Gesetzgebung in Kraft treten. Beide Analysten betonen allerdings, dass das Vorhaben noch früh im Gesetzgebungsprozess steckt.

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Aktionäre erhalten Dividende und Rückkäufe

Ungeachtet der geopolitischen Unsicherheiten setzt ASML sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fort. Allein in der ersten Aprilwoche kaufte das Unternehmen knapp 88.000 eigene Aktien für rund 100 Millionen Euro zurück — Teil eines bis 2028 laufenden Programms mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro.

Auf der Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven steht neben der Genehmigung des Jahresabschlusses 2025 auch die Ernennung von Marco Pieters zum neuen Chief Technology Officer auf der Agenda. Am 24. April folgt eine Dividendenzahlung von 2,70 Euro je Aktie — Teil einer Gesamtdividende von 7,50 Euro für 2025, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Langfristige Ambitionen unverändert

Das fundamentale Wachstumsbild bleibt intakt. ASML erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 32,7 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2024. Der Gewinn je Aktie kletterte um 28,5 Prozent auf 24,73 Euro. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro an. Bis 2030 sollen es 44 bis 60 Milliarden Euro werden, begleitet von Bruttomargen zwischen 56 und 60 Prozent.

Die Auftragsbücher stützen diese Ambitionen: 2025 buchte ASML Neuaufträge im Wert von 28 Milliarden Euro — deutlich mehr als die 19 Milliarden Euro des Vorjahres. Der Bericht vom 15. April wird zeigen, ob das erste Quartal diesen Schwung bestätigt und wie das Management die Frage nach China-Risiken konkret einpreist.

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