Die Aktie von Assa Abloy zeigt auffällige Bewegung. Am Mittwoch wechselten über eine Million Papiere den Besitzer – ein Anstieg von 226 Prozent im Vergleich zum Vortag. Das deutet auf institutionelle Umschichtungen hin.
Der Kurs selbst gibt nach. Mit 30,11 Euro notiert die Aktie 3,15 Prozent tiefer als vor einer Woche. Der RSI von 41,7 signalisiert: Der Wert nähert sich dem überverkauften Bereich. Auf Monatssicht steht immerhin ein kleines Plus von 0,74 Prozent.
Goldman Sachs hebt Kursziel an
Goldman Sachs hat am Donnerstag das Kursziel für Assa Abloy von 58 auf 60 Dollar erhöht. Die Einstufung bleibt „Neutral“. Die Bank rechnet mit einer EBITDA-Marge von 27 Prozent in zwei Jahren und einem jährlichen Umsatzwachstum von 6,5 Prozent.
Andere Häuser sind zuversichtlicher. DnB Carnegie und Pareto vergeben „Strong Buy“ und „Buy“, RBC bleibt bei „Outperform“. Der Markt ist gespalten – vor den Zahlen.
Quartalsbericht als Test
Die Spannung richtet sich auf die Halbjahreszahlen Mitte Juli. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 4,1 Milliarden Dollar für das zweite Quartal. Besonders wichtig: die Integrationsfortschritte bei den Zukäufen und das organische Wachstum.
Im ersten Quartal verfehlte Assa Abloy mit 0,17 Dollar je Aktie die Prognose von 0,20 Dollar. Das wiegt. Der Jahresverlust von knapp acht Prozent zeigt die Skepsis der Anleger. Die 33,2 Milliarden Euro schwere Marktkapitalisierung macht den Konzern trotzdem zu einem Schwergewicht.
Hält die 28-Euro-Marke als Unterstützung, wäre das ein positives Signal. Sonst droht weiterer Druck. Die Zahlen nächste Woche entscheiden.
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