AST SpaceMobile arbeitet auf eine erste, zeitweise Versorgung vor Jahresende 2026 hin. Das Unternehmen berichtete am Dienstag über Fortschritte bei der Vorbereitung des Dienstes. Für Anleger ist dabei die Einschränkung entscheidend: Das angekündigte Ziel ist zunächst eine intermittierende Abdeckung, nicht eine durchgehend verfügbare Versorgung.
Erste Versorgung in fünf Ländern geplant
Die Vorbereitungen betreffen die Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, das Vereinigte Königreich und Saudi-Arabien. AST SpaceMobile hat damit mehrere Zielmärkte benannt. Die Mitteilung beschreibt allerdings einen angestrebten Betriebsbeginn und keine bereits vollzogene Aufnahme des Dienstes.
Der Zeitplan gibt der Investmentgeschichte einen konkreten operativen Bezugspunkt. Entscheidend ist nicht allein, ob erste Verbindungen möglich werden. Ebenso wichtig ist die angekündigte Begrenzung der Verfügbarkeit. Wer die Fortschritte bewertet, muss zwischen einer ersten zeitweisen Versorgung und einem kontinuierlichen Angebot unterscheiden. Letzteres hat AST SpaceMobile mit dieser Mitteilung nicht angekündigt.
Frequenzzugang bleibt ein Streitpunkt
Parallel zu den Vorbereitungen steht die Frequenzfrage im Fokus. Medienberichten zufolge beantragte Viasat am Montag bei der FCC, ein Gesuch der AST-SpaceMobile-Einheit AST & Science um zusätzliche Frequenzen abzulehnen.
Viasat argumentiert, ein Teil der beantragten Frequenzen überschneide sich mit bestehenden mobilen Satellitendiensten. Andere Frequenzen seien nach den geltenden Zuteilungsregeln nicht verfügbar. Das sind die Einwände des Wettbewerbers, keine Entscheidung der Behörde. Der Antrag darf deshalb nicht mit einer bereits erfolgten Ablehnung gleichgesetzt werden.
Ebenfalls am Montag begrüßte AST SpaceMobile eine Absichtserklärung von Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone. Die Unternehmen wollen ein mögliches gemeinsames Gebot für Frequenzen mobiler Satellitendienste prüfen. Ein Frequenzgebot oder eine kommerzielle Vereinbarung wurde damit nicht bekannt gegeben. Die Erklärung steht folglich für eine Prüfung, nicht für gesicherten Frequenzzugang.
Analystenurteil stützt die strategische Perspektive
Scotiabank hob gestern die Einstufung von „Sector Perform“ auf „Outperform“ an. Das Kursziel stieg von 50,80 $ auf 55,70 $. Zur Begründung verwies die Bank auf den strategischen Wert des 5G-Großhandelsmodells angesichts der wachsenden Mobilfunkambitionen von SpaceX.
Die Aktie legte gestern um 2,7% zu. Daraus lässt sich jedoch weder eine Bestätigung des Betriebsstarts noch eine Lösung der Frequenzfrage ableiten. Die zentrale Unterscheidung bleibt: AST SpaceMobile bereitet erste Dienste vor, während zusätzliche Frequenzrechte und mögliche Partnerschaften jeweils einen eigenen Verfahrensstand haben.
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