Astrazeneca übertrifft im dritten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten und bestätigt seine Jahresziele. Hinter den soliden Konzernzahlen steckt ein deutlich gespaltenes Bild: Die Onkologie wächst kräftig, das Geschäft mit Herz-, Nieren- und Stoffwechselmitteln schrumpft.
Gewinn wächst schneller als der Umsatz
Der Gesamtumsatz stieg um sieben Prozent auf 16,21 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte um rund ein Viertel auf 3,12 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Core EPS) kletterte auf 2,79 Dollar, ein Plus von 17 Prozent, währungsbereinigt sogar 19 Prozent.
Über die ersten neun Monate summiert sich der Umsatz auf 46,88 Milliarden Dollar, nach 43,24 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt dort bei 8,00 Dollar, 14 Prozent über dem Vorjahr.
Onkologie als Motor, Stoffwechsel als Bremse
Die Krebsmedikamente wuchsen im Quartal um 17 Prozent und brachten knapp 7,8 Milliarden Dollar ein. Damit steuert die Sparte fast die Hälfte zum Konzernumsatz bei.
Anders sieht es bei Arzneien gegen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen aus. Der Erlös sank um rund ein Fünftel auf 2,6 Milliarden Dollar. Die Zahlen zeigen, wie stark der Konzern inzwischen von seinem Krebsportfolio abhängt.
Ziele bestätigt
Der Vorstand hält an der Prognose für 2026 fest. Der Umsatz soll währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, der bereinigte Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Bereich. Konzernchef Pascal Soriot verweist auf mehrere potenzielle Blockbuster in der späten Entwicklung und auf neue Technologien, die schnell hochskaliert würden. Der Konzern sei damit auf Kurs für sein Ziel für 2030.
Vor der Zahlenvorlage schloss die Aktie in London bei 13.052 Pence. Ob die Anleger das Wachstum der Onkologie oder den Rückgang im Stoffwechselgeschäft stärker gewichten, dürfte sich im heutigen Handel zeigen.
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