Der Rauswurf aus dem NASDAQ-100 hat Atlassian teuer zu stehen gekommen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 54 Prozent verloren. Zum Wochenabschluss kam jedoch Bewegung in die andere Richtung.
Technischer Druck lässt nach
Der Kursanstieg von knapp 6 Prozent am Freitag auf 61,30 Euro hat einen klaren Auslöser: Das Zwangsverkaufen durch Index-Fonds ist weitgehend abgeschlossen. Wer den NASDAQ-100 passiv abbildet, musste Atlassian nach dem Rauswurf aus dem Index abstoßen. Dieser Verkaufsdruck hat die Aktie in der Wochenmitte auf ein neues 52-Wochen-Tief gedrückt. Mit dem Ende dieser technisch bedingten Liquidierungswelle stabilisierte sich der Kurs.
Das 52-Wochen-Hoch lag bei knapp 153 Euro — aktuell notiert die Aktie fast 60 Prozent darunter. Der RSI von 41 zeigt, dass die Aktie aus dem überverkauften Bereich herauskommt, aber noch keine Stärke aufgebaut hat.
Analysten senken Ziele, bleiben aber dabei
Die Woche brachte mehrere Kurszielanpassungen. Barclays senkte das Ziel von 165 auf 100 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. TD Cowen kappte das Ziel von 140 auf 85 Euro und bleibt bei „Hold“.
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Beide Häuser verweisen auf die Stärke von Jira und Confluence als Kernanker. Hinzu kommt eine erweiterte Partnerschaft mit Google Cloud. Atlassian will KI-Funktionen tiefer in seine Plattform einbauen — konkret geht es um sogenannte „Agentic AI“, die komplexe Arbeitsabläufe in Unternehmen automatisiert.
Was jetzt zählt
Ende April legt Atlassian Quartalszahlen vor. Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie weit ist die Migration der Kunden in die Cloud vorangeschritten? Und wie viel Umsatz generieren die neuen KI-Tools bereits?
Die Wochenperformance von plus 8,5 Prozent klingt nach Erholung. Strukturell bleibt der Trend aber abwärts gerichtet — der 100-Tage-Durchschnitt liegt bei 90 Euro, also rund 47 Prozent über dem aktuellen Kurs. Ob der Boden bei knapp 49 Euro hält, werden die Quartalszahlen zeigen müssen.
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