Atlassian beschleunigt sein Cloud-Geschäft massiv. Künstliche Intelligenz (KI) entpuppt sich dabei als der entscheidende Wachstumstreiber. Während die Aktie seit Jahresbeginn deutlich im Minus notiert, zeigen die operativen Zahlen eine klare Kehrtwende nach oben.
Der Software-Spezialist steigerte seine Cloud-Umsätze im dritten Quartal um 29 Prozent auf über 1,13 Milliarden US-Dollar. Aufgrund dieser Dynamik hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr an. Atlassian erwartet nun ein Cloud-Wachstum von 26,5 Prozent.
Parallel dazu stieg der Auftragsbestand (RPO) kräftig an. Mit einem Plus von 37 Prozent erreicht dieser Wert nun 4 Milliarden US-Dollar. Das sorgt für Planungssicherheit bei den künftigen Abogebühren.
Besonders die neue KI-Plattform Rovo zeigt Wirkung. Kunden mit Rovo-Anbindung steigern ihre wiederkehrenden Umsätze doppelt so schnell wie Nutzer ohne KI-Tools. Die Nutzung von KI-Credits wächst derweil monatlich um über 20 Prozent.
Atlassian nutzt die Nachfrage für Cross-Selling. Wer die Teamwork-Collection nutzt, verbraucht im Schnitt doppelt so viele KI-Agenten wie Einzelnutzer. Das eröffnet dem Konzern neue Möglichkeiten der Monetarisierung.
Seit Juni 2026 rollt das Unternehmen neue Funktionen wie „Rovo Dev“ aus. Diese Erweiterungen für den „Teamwork Graph“ sollen die Kundenbindung weiter vertiefen. Atlassian zielt damit auf eine breitere Nutzung seiner Cloud-Infrastruktur ab.
Der Bereich Service-Management wächst unterdessen mit über 30 Prozent jährlich. Mit einem Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar beweist Atlassian Stärke gegenüber Konkurrenten wie ServiceNow. Das Unternehmen wandelt sich erfolgreich vom reinen Entwickler-Tool zum IT-Dienstleister für ganze Konzerne.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 75,80 Euro. Damit liegt der Kurs nur hauchdünn über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Trotz des leichten Tagesplus von gut einem Prozent bleibt die Aktie ein Sorgenkind. Sie notiert weiterhin rund 51 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
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