Vom Überflieger zum Sorgenkind in wenigen Wochen. Die AXT-Aktie hat nach einer beispiellosen Rallye massiv an Boden verloren. Inzwischen kämpft das Papier um eine psychologisch wichtige Marke.

Der Freitagshandel endete bei 61,52 Euro. Das entspricht einem Plus von 1,25 Prozent. Dieser kleine Gewinn täuscht über die tiefe monatliche Korrektur hinweg.

Allein in den letzten 30 Tagen verlor der Wert rund 42 Prozent. Der Abstand zum mittelfristigen Durchschnitt von 84,90 Euro bleibt damit groß. Anleger beobachten die Entwicklung mit wachsender Skepsis.

Trotz des Rückschlags bleibt die Bilanz für 2026 beeindruckend. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um über 318 Prozent zu. Der aktuelle Kurs liegt jedoch weit unter dem Rekordhoch von 128,55 Euro.

Technische Indikatoren signalisieren eine mögliche Bodenbildung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht bei 38,9 Punkten. Damit nähert sich das Papier dem überverkauften Bereich. Trader achten nun auf eine Stabilisierung.

Zwischen KI-Euphorie und Investitionsstau

Die gesamte Halbleiterbranche steht unter Beobachtung. Bank of America prognostiziert einen globalen Markt von 2,7 Billionen Dollar bis 2030. Treiber ist die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

Analysten von Jefferies mahnen zur Vorsicht. Sie warnen vor Fehlinvestitionen im KI-Sektor. Hohe Ausgaben der Tech-Riesen müssen sich erst in Gewinnen niederschlagen. AXT liefert wichtige Wafer-Substrate für diese Hardware.

Volatilität bleibt extrem hoch

Die Aktie reagiert hochempfindlich auf Branchennachrichten. Die annualisierte Volatilität liegt bei fast 147 Prozent. Parallel dazu blicken Investoren auf den chinesischen Markt. AXT fertigt dort einen Großteil seiner Produkte.

In der kommenden Woche entscheidet sich die Richtung. Die Aktie notiert knapp über ihrem 100-Tage-Durchschnitt von 61,08 Euro. Kann AXT die Marke von 60 Euro verteidigen, rückt eine Erholung in Sicht.